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Das A und O guter Kommunikation zwischen Kind und Erzieherin – So gelingt sie Ihnen

Tina kommt wutentbrannt auf die Erzieherin zu: „Kerstin gibt mir die Glitzerstifte nicht!“ Die Erzieherin liest gerade vor und will das nicht abbrechen: „Geh doch noch mal zu Kerstin und sag ihr, dass die Glitzerstifte für alle Kinder da sind.“ Sekunden später hört sie Tina im Atelier rufen: „Frau Tesch hat gesagt, du sollst mir sofort die Glitzerstifte geben!“

Hier ging die Kommunikation zwischen Kind und Erzieherin gründlich schief. Um solche Kommunikationsstörungen möglichst zu vermeiden, ist jedoch nicht nur das Gespräch selber wichtig. Besonderes Augenmerk sollten Sie mitten im Alltagstrubel vor allem auf den Anfang und das Ende Ihrer Kommunikation mit den Kindern legen – denn sie sind das A und O eines Gespräches. Im Beispiel war Tina vor allem mit dem Ende ihres Gespräches mit der Erzieherin unzufrieden – und tat das sehr offensichtlich kund.

Beginnen und beenden Sie ein Gespräch bewusst

Jedes Gespräch hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende. Doch in größeren Gruppen werden Gespräche oft einfach unterbrochen oder „nebenbei“ geführt. Sicher kennen Sie viele ähnliche Situationen wie im obigen Beispiel: Sie sprechen gerade mit einem Kind, während Sie von hinten von einem anderen gerufen werden. Sie drehen den Kopf und ohne Vorankündigung ist das ursprüngliche Gespräch unterbrochen. Als gute Kommunikationspartnerin gestalten Sie den Beginn und auch den Endpunkt der Kommunikation bewusst.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Tätigkeit unterbrechen, wenn ein Kind Sie anspricht, und es direkt anschauen. Sollte Ihnen das nicht möglich sein, bitten Sie das Kind, einen Moment zu warten, oder kommen Sie später unaufgefordert auf das Kind zu. Ebenso ist es wichtig, dass Sie nicht einfach aufspringen oder unterbrechen, wenn Sie gerufen werden oder etwas anderes Ihre Aufmerksamkeit erregt. Zeigen Sie dem Kind diesen Endpunkt des Gespräches, indem Sie, ohne aufzuschauen oder den Kopf wegzudrehen, z. B. sagen: „Tina ruft mich drüben im Atelier. Ich werde mich um sie kümmern und komme dann wieder zu dir!“

Diese Regel zu beachten kann Ihnen außerdem helfen, mehr Ruhe in das Gruppengeschehen zu bringen. Es zeigt den Kindern, dass sie als Gesprächspartner wichtig sind, ernst genommen und geschätzt werden.

Die goldene Mitte eines Gespräches

Der Kindergartenalltag mit seiner Vielfalt bringt es mit sich, dass Sie mit den Kindern oft nur über Praktisches sprechen oder über das, was gerade unmittelbar wichtig ist: „Hast du schon gegessen?“ oder „Du hast sehr schön in der Bauecke gespielt!“ sind Beispiele dafür. Nehmen Sie sich auch immer wieder Zeit, um mit den Kindern über

  • Träume,
  • Gefühle,
  • Erfahrungen,
  • Meinungen,
  • Begebenheiten außerhalb des Tagesgeschehens,
  • Wünsche oder
  • Ängste

zu reden. Damit sprechen Sie mit den Kindern auf verschiedenen Gesprächsebenen und nehmen sie mit in die verschiedenen Welten der Kommunikation. Denn dieser Schritt gelingt den Kindern nicht allein – sie brauchen Ihr Vorbild dazu!

Gute Kommunikation – mitten im Alltag

Beim gemeinsamen Essen oder einem Spaziergang ergeben sich z. B. entspannte und „goldene“ Gesprächsrunden. Durch offene Fragen wie „Was meinst du denn dazu?“ oder „Wie würdest du handeln, wenn dir so etwas passiert?“ zeigen Sie dem Kind unmittelbar, wie wichtig Ihnen seine Meinung, seine Bedürfnisse, Wünsche oder Träume sind – all das, was das Kind in seiner Persönlichkeit ausmacht. Die folgende Auflistung zeigt, was das Kind durch eine gelungene Kommunikation mit Ihnen erfährt. Dadurch tragen Sie entscheidend zur Persönlichkeitsbildung des Kindes bei.

Übersicht: Erfahrungen des Kindes durch eine guten Kommunikation

  • „Auf mich kommt es an.“
  • „Ich bin nicht allein.“
  • „Meine Anliegen sind wichtig.“
  • „Ich werde beachtet.“
  • „Ich werde geachtet.“
  • „Ich werde geschätzt.“