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Läusealarm in der KiTa: So werden Sie Herr über die Krabbeltiere

Läuse sind in vielen KiTas gerade in der Winterzeit ein Dauerthema. Viele Eltern scheuen sich, das Thema offen anzusprechen, und schämen sich. Übertragen werden Kopfläuse von befallenen Menschen und deren Gebrauchsgegenständen. Gerade in der Winterzeit werden Läuse oft durch das Vertauschen von Mützen unter den Kindern übertragen. Läuse sind also keine Frage der Hygiene. Auch in gepflegten Haaren können sich Läuse einnisten. Niemand muss sich also schämen, wenn es sein Kind mal erwischt. Daher sollten Sie als Leiterin offen mit der Läuseproblematik umgehen.

Läusealarm in der KiTa: So werden Sie Herr über die Krabbeltiere

Läuse sind in vielen KiTas gerade in der Winterzeit ein Dauerthema. Viele Eltern scheuen sich, das Thema offen anzusprechen, und schämen sich. Übertragen werden Kopfläuse von befallenen Menschen und deren Gebrauchsgegenständen. Gerade in der Winterzeit werden Läuse oft durch das Vertauschen von Mützen unter den Kindern übertragen. Läuse sind also keine Frage der Hygiene. Auch in gepflegten Haaren können sich Läuse einnisten. Niemand muss sich also schämen, wenn es sein Kind mal erwischt. Daher sollten Sie als Leiterin offen mit der Läuseproblematik umgehen.

Praxisbeispiel

Die Leiterin der KiTa „Löwenburg“ sitzt morgens im Stuhlkreis und hat Sana auf dem Schoß. Als sie auf den frisch gewaschenen Haarschopf des Mädchens blickt, denkt sie „Oh, nein, nicht schon wieder!“ – Läusealarm in der KiTa.

Rechtlicher Hintergrund

Läuse sind zwar unappetitlich, aber keine Krankheit. Nach § 34 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) sind die Eltern von betroffenen Kindern aber verpflichtet, Ihnen jeden Läusebefall zu melden. Kinder, die von Läusen befallen sind, dürfen den Kindergarten oder Hort erst dann wieder besuchen, wenn eine Weiterverbreitung nicht mehr zu befürchten ist. Davon ist nach erfolgter Behandlung mit einem „Anti-Läuse-Mittel“ auszugehen. Nur wenn es zu einem wiederholten Läusebefall innerhalb von 4 Wochen kommt, muss ein ärztliches Attest die „Läusefreiheit“ bescheinigen. Außerdem sind Sie verpflichtet, dem zuständigen Gesundheitsamt die von den Läusen befallenen Kinder namentlich zu melden.

Was bedeutet das für Sie?

Als Leiterin einer Gemeinschaftseinrichtung im Sinne von § 33 IfSG müssen Sie darauf achten, dass in Ihrer KiTa die Vorschriften des IfSG eingehalten werden und nur Kinder die Einrichtung besuchen, die nicht von Läusen befallen sind. Kommen Sie Ihren Mitteilungspflichten gegenüber dem Gesundheitsamt nicht nach, begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit und müssen mit einem Bußgeld nach § 73 Abs. 1 Nr. 17 IfSG rechnen. Außerdem müssen Sie geeignete Vorkehrungen treffen, um die Ausbreitung von Läusen in der Ki-Ta zu verhindern.

Gehen Sie anhand der folgenden Schritte vor, um die Krabbeltiere in Ihrer KiTa in den Griff zu bekommen.

1. Schritt: Informieren Sie die Eltern

Stellen Sie bei einem Kind Läuse fest, informieren Sie die Eltern des betroffenen Kindes und bestehen Sie darauf, dass es umgehend abgeholt wird. Informieren Sie auch die übrigen Eltern. Wahren Sie aber den Datenschutz und nennen Sie keine Namen. Weisen Sie alle Eltern der KiTa darauf hin, dass sie die Köpfe ihrer Kinder sorgfältig untersuchen und Ihnen einen Läusebefall melden müssen.

Praxistipp: Das für Ihre Einrichtung zuständige Gesundheitsamt gibt sicher regelmäßig Eltern-Informationen zum Thema „Läuse“ heraus. Diese sollten Sie vorrätig haben und bei Bedarf an die Eltern verteilen.

2. Schritt: Ergreifen Sie Maßnahmen in der KiTa

Bettwäsche, Handtücher, Kopfkissen, Kissenbezüge, Gardinen und Kuscheltiere müssen bei mindestens 60 °C gewaschen werden. Nicht waschbare Stofftiere können Sie für 2 Tage bei minus 18 °C in die Tiefkühltruhe stecken und so von Läusen befreien. Teppichböden, Polstermöbel und Matratzen müssen besonders gründlich abgesaugt werden.

Achten Sie verstärkt darauf, dass die Kinder ihre Mützen nicht verwechseln. Beobachten Sie Ihre Schützlinge: Zunehmender Juckreiz am Kopf ist oft ein Hinweis darauf, dass sich ungebetene Gäste in den Haaren eingenistet haben.

Praxistipp: Weder Sie noch die in Ihrer Einrichtung beschäftigten Erzieherinnen sind befugt, die Kinder ohne vorherige Einwilligung der Eltern auf Läusebefall zu untersuchen. Wollen Sie solche Untersuchungen trotzdem vornehmen, lassen Sie sich von den Eltern vorher schriftlich bestätigen, dass diese mit einer „Läuseuntersuchung“ einverstanden sind.

3. Schritt: Bestehen Sie auf einer „Läuseerklärung“

Von Läusen befallene Kinder dürfen erst dann wieder in die KiTa kommen, wenn die Eltern versichern, dass sie eine sorgfältige Läusebehandlung durchgeführt haben und diese nach 8 bis 10 Tagen wiederholen werden. Verweigern die Eltern eine solche Erklärung, darf das Kind nicht in die Einrichtung kommen. Eine ärztliche Untersuchung oder ein ärztliches Attest ist zunächst einmal nicht notwendig.

4. Schritt: Informieren Sie das Gesundheitsamt

Informieren Sie das für Sie zuständige Gesundheitsamt über den Läusebefall und bitten Sie – wenn Sie es für nötig halten – um Unterstützung. Diese kann in Form von Informationsmaterial oder in Form einer Informationsveranstaltung für die Eltern geschehen. Wenn Sie diese Schritte nachvollziehen, sind Sie rechtlich auf der sicheren Seite und bekommen die Krabbeltierinvasion in Ihrer KiTa schnell in den Griff.