Montag
Wochenplan 03.08 - 09.08.2026
Forschen mit Alltagsmaterialien
Kinder erkunden die Welt mit allen Sinnen. Sie beobachten, greifen, fühlen, schütten oder stapeln und lernen dadurch ganzheitlich. Besonders Alltagsmaterialien, wie ein einfacher Wäschekorb oder eine Plastikflasche, bieten viele spannende Spielmöglichkeiten. Sie sind vertraut und vielseitig und laden die Kinder ein, durch Versuch und Irrtum nachhaltig zu lernen. Die Kinder vergleichen Eigenschaften, beobachten Veränderungen und entdecken einfache Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge. Durch selbstwirksames Handeln finden sie Antworten auf ihre Fragen. Regen Sie die Wahrnehmung, die Motorik und die sprachliche Entwicklung der Kinder an. Im Mittelpunkt steht nicht das Ergebnis, sondern der Weg des Forschens! Diese und weitere Praxisangebote zum Thema „Forschen mit Alltagsmaterialien“ finden Sie im neuen Wochenplan.
Angebote des Wochenplans
U3 Kinder 1–3 Jahre
-
Montag
Jetzt ist die auditive Wahrnehmung der Kinder gefragt! Mit Plastikflas ... -
Dienstag
Ziehdose für kleine Entdecker
Auch die Jüngsten erforschen das Ursache-Wirkungs-Prinzip. Machen Sie ... -
Mittwoch
Spaß mit Farbschaum
Aus Seife, Wasser und Wasserfarben entsteht ein bunter Spielschaum, de ... -
Donnerstag
Wäschekorb mit Spinnennetz
Verwandeln Sie einen Wäschekorb mit Fäden in eine spannende Entdeckers ... -
Freitag
Mitmachreim: Kleine Forscherhände
Ein Mitmachreim bringt den Kindern das Wochenthema spielerisch näher. ...
Ü3 Kinder 3–6 Jahre
-
Magische Würmer
Die Kinder lassen aus wenigen Materialien magische Würmer entstehen, d ...
Montag
-
Spannende Spuren
Im Alltag begegnen uns viele Spuren, aber häufig schenken wir ihnen we ...
Dienstag
-
Sortierte Geräusche
Im Alltag nehmen wir, häufig unbewusst, viele verschiedene Geräusche w ...
Mittwoch
-
Bohnenspiel
Nutzen Sie Haushaltsgummis und abgelaufene Bohnen und erstellen Sie da ...
Donnerstag
-
Schattenforscher
Wenn die Sonne scheint und Schatten entstehen, braucht es nicht viel, ...
Freitag
Klangspaß mit Plastikflaschen
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, MINT
Jetzt ist die auditive Wahrnehmung der Kinder gefragt! Mit Plastikflas ...
Vorbereitung
Füllen Sie je eine Plastikflasche bis zur Hälfte mit dem jeweiligen Material. Achten Sie darauf, die Flaschendeckel fest zuzudrehen, damit der Inhalt nicht herausfällt.
Breiten Sie die Decke in einem ruhigen Nebenraum auf dem Boden aus.
So wirds gemacht
Setzen Sie sich mit einem Kind auf die Decke.
Legen Sie alle Flaschen auf die Decke. Jetzt beginnt die Erkundungsphase! Beobachten Sie das Kind. Durch Schütteln oder Rollen der Flasche lernt das Kind das Material kennen.
Halten Sie die Flasche dann mit geschlossenen Augen an Ihr Ohr und schütteln Sie. Das Kind wird Sie bestimmt imitieren und die auditiven Reize fokussierter wahrnehmen. Stellen Sie gezielte Fragen:
- „Welche Flasche klingt laut?“
- „Welche Flasche klingt leise?“
- „Welche Flasche macht fast gar kein Geräusch?“
- „Verändert sich das Geräusch, wenn du mehr schüttelst?“
Sensibilisieren Sie das Kind für die auditive Differenzierung und lernen Sie gemeinsam die Klänge kennen!
Wichtig
Achten Sie unbedingt darauf, dass die Flaschen fest verschlossen sind.
Das Füllmaterial darf nicht in den Mund der Kinder gelangen.
Variation der Durchführung
- Nutzen Sie die doppelte Menge an Flaschen und füllen Sie je 2 Flaschen mit demselben Material. Bekleben Sie alle Flaschen mit buntem Papier, sodass der Inhalt nicht mehr zu sehen ist. So entsteht ein auditives Schüttel-Memory, das auch mit 2 bis 3 Kindern gespielt werden kann. Kleben Sie unter die Flaschenpaare je 2 gleiche Sticker. Das erleichtert das Auflösen.
- Inklusive Anregung:
Für Kinder mit motorischen Einschränkungen können größere Flaschen oder Flaschen mit Griffen verwendet werden, die leichter zu halten und zu schütteln sind. Kinder mit Sehbeeinträchtigungen können die Flaschen über das Hören und Fühlen erkunden. Unterschiedliche Oberflächen, beispielsweise durch aufgeklebten Filz, Stoff oder Wellpappe, erleichtern die Unterscheidung der Flaschen.
Das wird gebraucht
- 1 Decke
- 6 Plastikflaschen mit Deckel
- Sand (Füllmenge: ½ Flasche)
- Reis (Füllmenge: ½ Flasche)
- Alufolie (Füllmenge: ½ Flasche)
- 4 Stücke Watte
- 4 Murmeln
- 4 Büroklammern
Ziehdose für kleine Entdecker
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration
Auch die Jüngsten erforschen das Ursache-Wirkungs-Prinzip. Machen Sie ...
Vorbereitung
Waschen Sie die Chipsdose gut aus und lassen Sie sie vollständig trocknen. Das Kind bemalt die Dose danach mit Fingerfarbe. Dafür helfen Sie beim Anziehen des Malkittels und geben die Fingerfarbe auf die Mischpalette. Das Kind gestaltet die Dose nach eigenen Vorstellungen. Dann lassen Sie alles gut trocknen.
Im Anschluss stechen Sie mit der Prickelnadel 8 Löcher in die Chipsdose. Achten Sie dabei auf unterschiedliche Höhen. Schneiden Sie das Geschenkband in ca. 30 cm lange Streifen. Öffnen Sie die Dosen und fädeln Sie die Bänder von innen durch je 2 gegenüberliegende Löcher. Die beiden herausschauenden Enden am äußeren Rand der Dose gut verknoten. Der Knoten muss größer als das Loch sein, damit das Band nicht herausrutscht.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit einem Kind auf dem Boden.
Das Kind bekommt die Ziehdose zum freien Entdecken. Es kann die bunten Bänder betrachten und ertasten. Zieht das Kind an einem Ende eines Bandes, bewegt sich das andere Ende in die Dose hinein und umgekehrt.
Begleiten Sie die Handlungen sprachlich. Nehmen Sie die Ideen der Kinder auf und wiederholen Sie sie. Geben Sie Impulse, indem Sie an einem bestimmten Band ziehen und etwas vormachen. Lernen am Modell kann für die Kinder eine gute Orientierung sein.
Ein einfach umsetzbares Angebot mit Lerneffekt!
Variation der Durchführung
Inklusive Anregung:
Die Ziehdose kann individuell an die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Kinder angepasst werden. Für Kinder mit motorischen Einschränkungen können Sie breitere Bänder verwenden, die leichter zu greifen sind. Unterschiedliche Materialien, wie Satinband oder Kordeln, ermöglichen vielfältige Tast- und Sinneserfahrungen.
Kinder mit Sehbeeinträchtigungen profitieren von Bändern mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen sowie von Glöckchen oder kleinen Rasseln an den Bandenden. Dadurch wird die Wirkung zusätzlich hörbar.
Die Ziehdose bietet allen Kindern die Möglichkeit, auf ihrem individuellen Entwicklungsstand aktiv zu forschen, eigene Erfahrungen zu sammeln und Erfolgserlebnisse zu haben.
Das wird gebraucht
- Fingerfarben
- 1 Pinsel
- 1 Prickelnadel
- 4 Geschenkbänder
- 1 Schere
Pro Kind:
- 1 Malkittel
- 1 Mischpalette
- 1 leere Chipsdose (klein)
Spaß mit Farbschaum
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, Kunst und Gestalten
Aus Seife, Wasser und Wasserfarben entsteht ein bunter Spielschaum, de ...
Vorbereitung
Falls Sie einen elektrischen Handrührer verwenden, achten Sie darauf, dass Sie den Platz für die Durchführung in der Nähe einer Steckdose einrichten.
Breiten Sie eine Malunterlage oder Wachstischdecke auf einem geeigneten Tisch aus.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit 3 Kindern am Tisch im Gruppen- oder Kreativraum. Helfen Sie bei Bedarf beim Anziehen des Malkittels und achten Sie darauf, dass die Unterarme frei bleiben. Das intensiviert das Wahrnehmungserlebnis. Krempeln Sie dafür die Ärmel des Kittels nach oben.
Jetzt gibt jedes Kind nacheinander 2 Pumpstöße Flüssigseife in die Schüssel. Bei diesem Schritt sind die Feinmotorik und Kraftdosierung gefragt! Im Anschluss gibt jedes Kind 4 Esslöffel Wasser hinzu.
Mit einem elektrischen Handmixer auf mittlerer Stufe wird die Masse aufgeschlagen, bis Schaum entsteht. Hier wechseln sich die Kinder ab. Ein manueller Handmixer hat den Vorteil, dass die Kinder selbstständig an der Kurbel drehen müssen, um den Mixer zu aktivieren. Das bietet eine tolle Möglichkeit, die beidseitige Koordination zu fördern.
Falls die Konsistenz zu flüssig ist, mischen Sie noch ein wenig Seife unter. Bei einer zu festen Masse hilft ein bisschen Wasser.
Spannende Beobachtung: Wenn sich das flüssige Wasser und die Seife zum Schaum entwickeln, wandert er am Schüsselrand bis nach oben!
Jetzt kann der Schaum getürmt oder auf dem Tisch verteilt werden! Geben Sie den größtmöglichen Explorationsspielraum.
Mit Wasserfarben kann der Schaum zusätzlich eingefärbt werden. Dafür tunkt das Kind den Finger in den Schaum und reibt ihn dann in der jeweiligen Wasserfarbe. Durch anschließendes Antippen und Reiben wird die Farbe in den Schaum eingearbeitet. So entstehen schöne Farbverläufe und Raum für Experimente.
Wichtig
Achten Sie darauf, dass Sie das Angebot eng begleiten, damit die Kinder den Schaum nicht in den Mund nehmen. Lassen Sie die Kinder bei der Arbeit mit einem elektrischen Handmixer nicht unbeaufsichtigt.
Variation der Durchführung
- Nutzen Sie weitere Materialien wie eine Zange und Muggelsteine. Die Kinder verstecken die Steine im Schaum und suchen sie mit der Zange. Das eröffnet weitere Spiel- und Lernmöglichkeiten und fördert die Feinmotorik.
- Spielen Sie ein Eisspiel und fördern Sie das Rollenspielverhalten der Kinder. Nutzen Sie Sandförmchen als Eiswaffel und bedienen Sie sich gegenseitig mit bunten Schaumeiskugeln! Dafür formen die Kinder mit den Händen vorsichtig eine Kugel. Diese Variante eignet sich auch für den Außenbereich.
- Inklusive Anregung:
Gerade für sehr aktive oder unruhige Kinder kann das Spiel mit Schaum eine regulierende Funktion übernehmen. Das rhythmische Rühren, das Beobachten der Veränderung und das anschließende Experimentieren mit dem Material unterstützen dabei, Spannung abzubauen und sich auf eine einfache, klar erfahrbare Tätigkeit zu konzentrieren.
Gleichzeitig bleibt das Angebot offen und niedrigschwellig: Kinder können aktiv mitgestalten, aber auch beobachten oder in ihrem eigenen Tempo teilnehmen. Dadurch eignet sich der Spielschaum sowohl für sehr aktive als auch für ruhige Kinder, die eher zurückhaltend oder beobachtend sind.
Das wird gebraucht
- 1 Malunterlage oder Wachstischdecke
- 1 mittelgroße Plastikschüssel
- 1 Flüssigseife mit Pumpe
- 1 manueller Handmixer (optional elektrischer Handmixer)
- 500 ml Wasser
- 1 Wasserfarbkasten
Pro Kind:
- 1 Malkittel
- 1 Esslöffel
Wäschekorb mit Spinnennetz
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, MINT
Verwandeln Sie einen Wäschekorb mit Fäden in eine spannende Entdeckers ...
Vorbereitung
Schneiden Sie Garn, Wolle und das breite Geschenkband in unterschiedlicher Länge zu. Variieren Sie beispielsweise zwischen 20 und 30 cm. Fädeln Sie die Schnüre quer durch die Löcher des Wäschekorbs, sodass im Inneren ein Netz entsteht. Achten Sie auf unterschiedliche Höhen, Abstände und Dichten.
Legen Sie mit Sitzkissen einen Kreis in einem Nebenraum auf den Boden aus.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit 4 Kindern auf dem Boden im Sitzkreis. Stellen Sie den Korb in die Mitte und legen Sie die Materialien darum herum. Nacheinander nehmen sich die Kinder je einen Gegenstand aus der Mitte und setzen sich wieder auf ihren Platz.
Erklären Sie den Kindern, dass manche Gegenstände auf dem Boden des Korbs landen und andere oben auf dem Spinnennetz liegen bleiben.
Beginnen Sie im Uhrzeigersinn. Das erste Kind nimmt seinen Gegenstand und geht damit zum Korb. Bevor ein Material in den Korb gelegt oder geworfen wird, überlegen die Kinder gemeinsam, was passieren könnte. Sie vermuten, ob der Gegenstand oben liegen bleibt oder nach unten fällt. Denkt ein Kind, dass der Gegenstand oben liegen bleibt, streckt es den Arm nach oben. Denkt es, dass er nach unten fällt, lässt es den Arm unten.
Anschließend sagt die Gruppe gemeinsam:
„Wo landet [der Gegenstand] bloß? Auf die Plätze, fertig, los!“
Danach wirft oder legt das Kind den Gegenstand in den Korb. Ersetzen Sie in jeder Runde das jeweilige Wort mit dem passenden Material:
- Pompon
- Schwamm
- Wäscheklammer
- Bauklotz
- Korken
- Kuscheltier
- Tuch
Große Gegenstände bleiben meist oben liegen, während kleine Gegenstände durch die Öffnungen hindurchfallen. Weiche Materialien, wie das Chiffontuch, können sich verformen und erst später nach unten fallen. Dabei machen die Kinder verschiedene Entdeckungen. Sie erkennen Unterschiede zwischen groß und klein, oben und unten sowie leicht und schwer. Der Schwerpunkt liegt auf dem gemeinsamen Beobachten, Ausprobieren und Entdecken
Variation der Durchführung
- Nutzen Sie den Wäschekorb für weitere Entdeckerspiele: Wäscheklammern können an den Seilen und Bändern befestigt werden, oder kleine Gegenstände werden hineingeworfen und müssen mithilfe der Hände oder einer Zange wieder aus dem Korb herausgeholt werden. Der Korb bietet vielseitige Beschäftigungsmöglichkeiten!
- Inklusive Anregung:
Begleiten Sie das Angebot mit einfachen Worten und Gesten. Zeigen Sie dabei auf oben und unten oder strecken Sie den Arm hoch bzw. lassen Sie ihn unten. Nutzen Sie bei Bedarf Fotos der Gegenstände oder Symbole für „oben“ und „unten“, damit auch Kinder mit Sprachverständnis- oder Kommunikationsschwierigkeiten aktiv teilnehmen können.
Das wird gebraucht
- 1 Wäschekorb mit Löchern
- 1 Knäuel Garn
- 1 Knäuel Wolle
- breites Geschenkband, ca. 1 m lang und ca. 3 cm breit
- 1 Schere
- 1 Softball
- 1 Pompon
- 1 Schwamm
- 1 kleine Wäscheklammer
- 1 Bauklotz
- 1 Korken
- 1 Kuscheltier
- 1 Chiffontuch
- ausgedruckte Fotos der Gegenstände (optional)
Mitmachreim: Kleine Forscherhände
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, Sprache & Schrift
Ein Mitmachreim bringt den Kindern das Wochenthema spielerisch näher. ...
Vorbereitung
Lesen Sie den Text mehrfach durch oder lernen Sie ihn auswendig. Legen Sie alle Materialien in die Mitte des Kreises.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit der Großgruppe im Stuhlkreis.
| Text | Handlung |
| Kleine Forscherhände. Sie wollen Neues sehen. Komm, wir wollen entdecken gehen. |
Mit den Fingern beider Hände zappeln. |
| Die Feder ist leicht, der Stein ist schwer. Das spüre ich sehr! |
Geben Sie Feder und Stein reihum durch den Kreis. Jedes Kind hält die Feder und den Stein in je einer Hand. Jedes Kind reicht die Materialien weiter, bis sie wieder bei Ihnen ankommen. |
| Die Rassel ist mal laut, mal leise.
Was für eine schöne Klangreise. |
Geben Sie die Rassel reihum durch den Kreis. Die Kinder rasseln erst leise, dann laut. Jedes Kind reicht die Rassel weiter, bis sie wieder bei Ihnen ankommt. |
| Der Schwamm ist weich, der Bauklotz ist hart.
Ganz genau, wie ich es sag. |
Geben Sie den Schwamm und den Bauklotz reihum durch den Kreis. Die Kinder drücken mit je einer Hand den Schwamm und den Bauklotz. Jedes Kind reicht die Materialien weiter, bis sie wieder bei Ihnen ankommen. |
| Kleine Forscherhände, sie haben viel gesehen. Bald wollen wir wieder forschen gehen. |
Mit den Fingern beider Hände zappeln. |
Wichtig
Achten Sie auf ein sehr langsames Sprechtempo und ausreichend Abstand zwischen den Strophen.
Variation der Durchführung
Inklusive Anregung:
Kinder mit motorischen Einschränkungen können die Materialien mit Unterstützung ertasten oder ihre Beobachtungen durch Blickkontakt, Mimik, Gesten oder Laute ausdrücken. Für Kinder mit erhöhtem Unterstützungsbedarf können einzelne Gegenstände vergrößert, kontrastreich gestaltet oder zusätzlich über Bildkarten dargestellt werden. So erleben alle Selbstwirksamkeit und werden in ihrer natürlichen Neugier und Freude am Entdecken gestärkt.
Das wird gebraucht
- 1 Ausdruck des Zusatzmaterials „Kleine Forscherhände“
- 1 Stein
- 1 Feder
- 1 Rassel
- 1 Schwamm
- 1 Bauklotz
Downloads
- Fr_Notenblatt_Mitmachreim_Kleine Forscherhände_PKP_August_KW32_U3_2026 ZM
- Fr_PKP August 26 ZM U3
- Mitmachreim_Kleine Forscherhände
Magische Würmer
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, Kunst und Gestalten
Die Kinder lassen aus wenigen Materialien magische Würmer entstehen, d ...
Vorbereitung
Legen Sie die benötigten Materialien im Kreativbereich bereit.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit 4 Kindern im vorbereiteten Kreativbereich und wecken Sie ihre Neugierde:
Zeigen Sie den Kindern das Küchenpapier und sagen Sie beispielsweise: „Was ist das? (Küchenpapier) Habt ihr eine Idee, wie aus diesem Papier magische Würmer werden können?“
Leiten Sie die Kinder zu folgenden Schritten an:
Im ersten Schritt unterteilen die Kinder mit der Schere ihr Stück Küchenpapier in 4 gleich große Teile.
Welche Farbe sollen die Würmer haben? Die Kinder malen die einzelnen Papiertücher in den gewünschten Farben mit Filzstiften an.
Geben Sie jedem Kind einen Schaschlikspieß und zeigen Sie ihnen, wie sie ein Stück Küchenpapier ganz eng um den Spieß aufrollen. Das letzte Stück von dem Papier fixieren die Kinder mit dem Klebestift.
Die Kinder stauchen die Papierrolle auf dem Spieß zusammen, sodass die Rolle insgesamt kleiner wird. Dann ziehen sie ihren Wurm von dem Spieß und wiederholen das Vorgehen mit den anderen Papierstücken, bis sie 4 Würmer vor sich liegen haben.
Im letzten Schritt legen die Kinder ihre Würmer auf einen Teller und beträufeln diese mit Wasser aus der Pipette.
Der magische Moment ist da: Durch das Wasser werden die Würmer größer, bewegen sich leicht und die Farben werden erkennbar.
Das wird gebraucht
Pro Kind:
- 1 Stück Küchenpapier
- 1 Schaschlikspieß
- 1 Schere
- 1 Pipette
- 1 Wasserglas
- 1 flacher Teller
- bunte Filzstifte
- Klebestift
Downloads
- Mo_PKP August 2026 ZM Ü3
Spannende Spuren
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration
Im Alltag begegnen uns viele Spuren, aber häufig schenken wir ihnen we ...
Vorbereitung
Bereiten Sie folgende Spurstationen im Außenbereich vor:
Station 1 Wasserstation: Stellen Sie eine Sprühflasche mit Wasser auf einen gepflasterten Bereich
Station 2 Farbstation: Legen Sie ein langes Stück Tapete auf den Rasen und stellen Sie die Fingerfarben dazu.
Station 3 Sandstation: Ebnen Sie einen sandigen, erdigen Bereich mit der Harke.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich im Außenbereich mit 6 Kindern und wecken Sie beispielsweise folgendermaßen ihre Neugierde:
„Heute Morgen habe ich unter meinem Fenster Spuren entdeckt. Aber ich weiß gar nicht, von wem diese Spuren sind. Woran erkenne ich eine Spur? Sind alle Spuren gleich? Hinterlassen wir auch Spuren?“
Motivieren Sie die Kinder, ihre eigenen Schuhsohlen zu untersuchen und das Aussehen zu beschreiben: „Was siehst du? Erkennst du ein Muster oder eine Form? Wie unterscheiden sich eure Spuren (Muster, Länge, Form etc.)?“
Entdecken Sie gemeinsam mit den Kindern, wie sie Wasserspuren auf den Steinen hinterlassen können. Dafür besprühen sich die Kinder gegenseitig die Schuhsohle mit Wasser und laufen anschließend über trockene Steine. Was sehen sie?
Wie lange dauert es, bis die Spuren wieder verschwinden, und warum?
Gehen Sie nun mit den Kindern zur zweiten Station und zeigen Sie ihnen, wie sie ihre Spuren haltbarer auf der Papierbahn hinterlassen können: Dafür bemalen die Kinder ihre Schuhsohlen mit Farbe und laufen anschließend über das Papier. Alternativ können Sie auch die Farben auf Papptellern verteilen und die Kinder setzen ihren Schuh kurz in die Farbe, um dann einen Abdruck auf dem Papier zu hinterlassen.
Auch im Sand können die Kinder ihre Spuren hinterlassen: Auf einer ebenen Sandfläche drücken die Kinder ihren Schuh in den Sand.
In der folgenden Ermittlungsarbeit werden gemeinsam alle Spuren genau angesehen, beschrieben und miteinander verglichen.
Mögliche Beobachtungen:
- Die Spuren unterscheiden sich in Länge und Breite.
- Einige Spuren enthalten Sterne/Kreise/Linien etc.
Abschlussspiel: Wem gehört die Spur?
Ebnen Sie die Sandfläche erneut. Ein Kind wird zum Ermittler ernannt und dreht sich um oder schließt seine Augen. Wählen Sie ein Kind aus, das einen Fußabdruck im Sand hinterlässt.
Das Ermittlerkind darf genau hinsehen. Zu welchem Kind gehört die Spur im Sand? Dafür darf das Ermittlerkind die Spur im Sand mit den Schuhsohlen der Kinder vergleichen.
Wiederholen Sie das Spiel, bis alle Kinder einmal an der Reihe waren.
Das wird gebraucht
- 2–3 lange Papierbahnen (z. B. Tapeten)
- Fingerfarbe (wasserlöslich) und Pinsel
- pro Farbe 1 Pappteller
- Sand
- 1 Harke
- 1 Sprühflasche mit Wasser gefüllt
Sortierte Geräusche
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, Sprache & Schrift
Im Alltag nehmen wir, häufig unbewusst, viele verschiedene Geräusche w ...
Vorbereitung
Legen Sie die gesammelten Materialien in die Kreismitte.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit allen Kindern im Kreis. Benennen Sie gemeinsam mit den Kindern, die in der Kreismitte liegenden Gegenstände.
Geben Sie den Kindern die Möglichkeit, die Gegenstände und die daraus entstehenden Geräusche zu erforschen.
Nach dieser freien Forscherphase bitten Sie die Kinder, kurz die Augen zu schließen. Erzeugen Sie nun mit einem Gegenstand aus der Kreismitte ein Geräusch. Klimpern Sie beispielsweise mit dem Schlüsselbund.
Lassen Sie die Kinder raten, welcher Gegenstand dieses Geräusch erzeugt haben könnte. Motivieren Sie die Kinder, das Geräusch genauer zu beschreiben.
Wiederholen Sie das mit weiteren Gegenständen. Alternativ können auch die Kinder abwechselnd ein Geräusch mit einem Gegenstand aus der Kreismitte erzeugen.
Im nächsten Schritt motivieren Sie die Kinder, immer 2 Geräusche miteinander zu vergleichen. Dafür wählen 2 Kinder jeweils einen Gegenstand und erzeugen damit nacheinander ein Geräusch.
- Welches Geräusch klingt länger?
- Welches Geräusch ist leiser?
Wiederholen Sie den Vergleich, bis alle Geräusche miteinander verglichen wurden. Dabei erkennen die Kinder, dass verschiedene Materialien unterschiedliche Klänge erzeugen.
Fragen Sie die Kinder, ob es möglich ist, die Geräusche zu sortieren. Welche Ideen zu Sortiergruppen entwickeln die Kinder?
Mögliche Gruppen:
- leise und laut
- langsam und schnell
- kurz und lang
Legen Sie 2 Reifen in die Kreismitte und versuchen Sie, gemeinsam mit den Kindern einzelne Geräusche miteinander zu vergleichen und sie dem entsprechenden Reifen zuzuordnen. Nach welchen Kriterien sollen die Geräusche sortiert werden? Jeder Reifen erhält eine Kategorie, also etwa laut/leise, kurz/lang, angenehm/unangenehm.
Abschließend können Sie die Kinder motivieren, mit gespitzten Ohren durch den Alltag zu spazieren, oder Sie sammeln gemeinsam noch einige Geräusche auf dem Außengelände: „Was hören wir, wenn wir alle ganz still sind?“
Das wird gebraucht
- 2 Reifen oder Tücher zum Sortieren
- möglichst verschiedene Materialien, wie z. B.
- 1 Metalllöffel
- 1 Holzlöffel
- 1 Schlüsselbund
- 1 Stück Papier
- 2 Holzklötze
- 2 Korken
- 2 Steine
- 2 Stöcke
- Stoffreste
Bohnenspiel
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration
Nutzen Sie Haushaltsgummis und abgelaufene Bohnen und erstellen Sie da ...
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit 2 bis 4 Kindern am Tisch und zeigen Sie ihnen die Materialien. Erzählen Sie den Kindern, dass daraus ein Würfelspiel entstehen kann. Entwickeln die Kinder eigene Ideen? Seien Sie offen und probieren Sie einzelne Ideen gemeinsam aus.
Fehlt es an Ideen, schlagen Sie den Kindern folgende Spielidee vor:
Verteilen Sie mit den Kindern die Haushaltsgummis überlappend auf dem Tisch, sodass viele und unterschiedlich große Zwischenräume (Spielfelder) entstehen.
Dann geben Sie jedem Kind 20 kleine Legematerialien (z. B. 20 Bohnen).
Animieren Sie ein Kind, zu würfeln und die gewürfelte Zahl zu benennen. Die gewürfelte Zahl gibt an, wie viele Felder das Kind mit seinen Bohnen belegen darf. Wichtig: In jedem Feld darf nur eine Bohne abgelegt werden und einzelne Felder dürfen nicht doppelt belegt werden.
Beispiel: Ein Kind würfelt eine 2. Es nimmt 2 Bohnen und sucht sich zwei Felder, in denen es jeweils eine Bohne legt.
Reihum wird abwechselnd gewürfelt, und die Kinder versuchen, möglichst viele Bohnen loszuwerden.
Das Spiel endet, wenn alle Spielfelder belegt sind.
Sicherlich wollen die Kinder wissen, wer das Spiel gewonnen hat. Dafür werden die übrig gebliebenen Bohnen gezählt. Wer am wenigsten Bohnen vor sich liegen hat, ist Gewinner der Spielrunde.
Tipp: Die Kinder legen ihre übrig gebliebenen Bohnen nebeneinander hin, um anhand der Länge zu erkennen, wer Sieger der Spielrunde ist. Unterstützen Sie die Kinder beim Bilden der Bohnenreihen und/oder beim Zählen der übrig gebliebenen Bohnen.
Variation der Durchführung
Nutzen Sie farbige Haushaltsgummis in den Farben eines Farbwürfels und spielen Sie zusätzlich mit einem Farbwürfel. Dann dürfen die Kinder die gewürfelte Anzahl nur in die jeweils passenden Farbfelder ablegen.
Das wird gebraucht
- 1 Zahlenwürfel
- 30 Haushaltsgummis
Pro Kind:
- 20 kleine Legematerialien, wie z. B. Erbsen, Bohnen, Mini-Pompons (um keine Lebensmittel zu verschwenden, nutzen Sie beispielsweise abgelaufene Bohnen)
Schattenforscher
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration
Wenn die Sonne scheint und Schatten entstehen, braucht es nicht viel, ...
Vorbereitung
Wählen Sie für das Angebot einen sonnigen Tag aus.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit 6 Kindern bei Sonnenschein im Außenbereich. Stellen Sie die ausgewählte Figur so in die Sonne, dass ihr Schatten deutlich zu erkennen ist.
Richten Sie die Aufmerksamkeit der Kinder auf die Figur und den Schatten.
Wissen die Kinder, wie ein Schatten entsteht? Geben Sie den Kindern Zeit, ihre Vermutungen zu äußern.
Erklären Sie den Kindern, dass ein Schatten immer dann entsteht, wenn Licht auf ein Hindernis trifft, das keine Lichtstrahlen durchlässt. Licht kann auch nicht um vorhandene Gegenstände herumscheinen und bewegt sich immer geradeaus. Deshalb bleibt der Bereich dahinter dunkel und wird als Schatten bezeichnet.
Womit können die Kinder noch einen Schatten entstehen lassen? Motivieren Sie die Kinder, verschiedene Gegenstände zu sammeln und entsprechende Schattenfiguren auszuprobieren.
Geben Sie den Kindern Zeit zum Experimentieren und zum Spielen mit den Schatten. Unterstützen Sie die Kinder im Forscherprozess mit folgenden Fragen:
- „Wann wird der Schatten größer?“
- „Wann wird der Schatten kleiner?“
- „Kann ein Schatten seine Form verändern?“
Fragen Sie die Kinder: „Können wir auch ohne Gegenstände einen Schatten erzeugen?“
Sicherlich kommen sie schnell auf die Lösung, dass auch der eigene Körper einen Schatten wirft.
Auch hier bekommen die Kinder einige Minuten Zeit, um mit ihrem Schatten zu experimentieren und zu spielen.
Im letzten Schritt erforschen Sie gemeinsam mit den Kindern, wie sich ein Schatten im Laufe des Tages verändern kann.
Motivieren Sie ein Kind, sich an einen festen Platz zu stellen. Markieren Sie den Standpunkt der Füße mit einer horizontalen Linie.
Alle anderen Kinder zeichnen den Schattenumriss mit Kreide auf dem Boden nach. Jetzt ist der Umriss des stehenden Kindes deutlich zu sehen.
Was passiert, wenn sich dasselbe Kind nach einer Stunde wieder auf die Ausgangslinie stellt? Passt sein Schatten immer noch in den Umriss, den die Kinder gemalt haben?
Natürlich nicht, da die Sonne jetzt an einer anderen Stelle steht und der Schatten anders fällt.
Wie bei einer Sonnenuhr können die Kinder jetzt wieder den Umriss des stehenden Kindes umranden und so sehr deutlich sehen, dass sich das Schattenbild verändert.
Variation der Durchführung
Jedes Kind stellt einen Gegenstand auf, der einen deutlichen Schatten wirft. Die Kinder zeichnen den Schattenumriss nach. Der Gegenstand bleibt an der Ausgangsstelle stehen. Nach einiger Zeit schauen die Kinder, wie weit ihr Schatten gewandert ist, und zeichnen auch den neuen Schatten nach. Das ganze Experiment funktioniert auch auf Malpapier.
Das wird gebraucht
- Straßenkreide
- Naturmaterialien
- 1 Figur, wie z. B. Dinosaurier
1–3 Jahre
3–6 Jahre