Elternarbeit in der Kita: Gemeinsam die Entwicklung der Kinder fördern

Vielen Müttern und Vätern fällt es zu Beginn schwer, ihr Kind in die Kita zu geben und den Erzieherinnen und Erziehern die Verantwortung – zumindest temporär - zu übertragen. Umso wichtiger ist eine funktionierende Elternarbeit im Kindergarten. Ein Dialog zwischen den pädagogischen Fachkräften und den Eltern ist dabei essenziell. Sinnvoll ist zudem die Einbeziehung der Elternteile in die Alltagsgestaltung der Kita. Doch wie kann gute Elternarbeit aussehen und welche Vorteile bringt sie für eine Kindertagesstätte? So viel steht fest: Die Kooperation zwischen den beiden Parteien ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit im Kindergarten. Das geht weit über den klassischen Elternabend in der Kita hinaus.

Elternarbeit in Kita und Kindergarten: Mit Zusammenarbeit neue Möglichkeiten schaffen

Elternarbeit in der Kita, Zusammenarbeit von Eltern und Erziehern im Kindergarten
Infografik - So kann Elternarbeit in der Kita aussehen © Prokita-Portal

Ein Kind verändert das ganze Leben. Plötzlich haben Eltern jede Menge Verantwortung – und zwar rund um die Uhr. Dies ändert sich ein wenig, wenn das Kind in die Kita kommt. Auf einmal gibt es da noch mehr Bezugspersonen, die Einfluss auf die Erziehung und die Bildung des Kindes nehmen. Gleichzeitig stehen die pädagogischen Fachkräfte auch in der Verantwortung, was die Betreuung der Mädchen und Jungen angeht. Keine Frage, dass eine partnerschaftliche Zusammenarbeit unerlässlich ist.

Hierbei gilt: Die pädagogische Arbeit in der Kita kann immer nur so gut sein, wie auch die Kooperation mit den Eltern ausfällt. Denn sie haben den größten Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes. Möchten Sie den Kindern zusammen mit den Eltern ein gesundes, kindgerechtes und lehrreiches Aufwachsen bieten, ist eine funktionierende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft Pflicht. Dabei handelt es sich um einen regelmäßigen und intensiven Austausch, den es zu meistern gilt. Wie das funktioniert? Wie auch später in der Schule ist Kommunikation der Schlüssel für eine erfolgreiche Elternarbeit und ein jedes gutes Elterngespräch.

Das Wohl des Kindes: Zentral bei der Elternarbeit

Eine klare Definition des Begriffs Elternarbeit gibt es nicht. Auch existieren keine festgelegten Inhalte zu diesem Thema. Jedoch ist ein Aspekt bzw. eine Aufgabe besonders zentral: Bei der Elternarbeit werden die Mütter und Väter in die Erziehung sowie die Gestaltung des Kita-Alltags miteinbezogen. Sie werden somit Teil der pädagogischen Arbeit. Die Elternarbeit bezeichnet zudem alle Aktivitäten und Maßnahmen von Erzieherinnen und Erziehern, die sich an die einzelnen Elternteile richten. Eltern und pädagogische Fachkräfte gelten in der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft als gleichwertig. Sie übernehmen gemeinsam die Verantwortung für das Wohl der Kinder.

Wenn es um das Wohlergehen der Kinder geht, arbeiten Eltern und pädagogische Fachkräfte also Hand in Hand: Zum einen möchten die Erzieherinnen und Erzieher, dass bestimmte Dinge, wie gesunde Ernährung oder Sportangebote, auch bei der Familie zu Hause umgesetzt werden. Zum anderen wollen die Eltern verständlicherweise wissen, wo und wie gut ihr Kind aufgehoben ist. Bei bestimmten Aspekten fordern sie zudem Mitsprache. Die erfolgreiche Erziehungspartnerschaft funktioniert also nur bei gegenseitigem Vertrauen.

Wie kann gute Elternarbeit im Kindergarten funktionieren?

Die wichtigste Voraussetzung: Gegenseitiger Respekt und die Offenheit, andere Meinungen zu akzeptieren. Es geht eben nicht darum, die Mütter oder Väter beim Elternabend in der Kita zurechtzuweisen. Selbiges gilt natürlich auch umgekehrt. Um eine offene Kommunikation auf Augenhöhe zu erzielen, bietet es sich an, bestimmte Aspekte im Blick zu behalten. Sie lassen sich innerhalb des Kita-Teams zum Beispiel bei Weiterbildungen intensiv trainieren:

  • dialogisches Verhalten mit aktivem Zuhören und konstruktiven Kommentaren
  • Stärken und Engagement der Eltern wertschätzen
  • eigene Einstellung reflektieren
  • positive Rückmeldungen zu den Kindern geben, nicht nur Kritik

Bei der Elternarbeit soll es in keinem Fall darum gehen, dass die Erzieher die Eltern nur informieren, wie der Kita-Alltag ihres Kindes verläuft. Der Wunsch ist vielmehr eine gegenseitige Unterstützung bei der Betreuung und eine erfolgreiche Zusammenarbeit in Form eines Meinungsaustausches.

Es geht aber nicht nur ausschließlich um Erziehungsfragen und die gemeinsame Projektplanung. Bieten Sie den Eltern auch Raum und Zeit, das Gespräch zu suchen, wenn die Familie in eine Notsituation geraten ist. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die Eltern mit der Erziehung oder der Bildung des Kindes überfordert sind. Hier kann auch das Jugendamt weiterhelfen.

Die Ziele von Elternarbeit in der Kita

Das zentrale Ziel der Elternarbeit in der Kita ist es, eine Erziehungspartnerschaft einzugehen und die Kinder bestmöglich zu fördern. Dies beinhaltet eine intensive Zusammenarbeit und einen regen Austausch über das Verhalten und die Entwicklung des jeweiligen Kindes sowie die Erziehungsziele der Eltern. Eine erfolgreiche Elternarbeit kann auch die Erziehungskompetenz der Eltern stärken. Vor allem, indem pädagogische Fachkräfte die Familie bei Problemen beraten und unterstützen. Hierfür müssen sich beide Parteien öffnen und Zeit für einen Austausch über das Verhalten der Kinder finden.

Ein weiteres Ziel der Kita sollte es sein, die pädagogische Arbeit in der Einrichtung so transparent wie möglich zu halten. Eine rege Kommunikation wirkt sich positiv auf das Vertrauensverhältnis zu den Eltern aus. So klären Sie die Eltern über Ihre pädagogische Arbeit auf, während die Mütter und Väter einen Einblick in die Familiensituation geben. Die gewonnen Informationen können Sie dann bei der pädagogischen Arbeit berücksichtigen. Der gegenseitige Austausch bedeutet somit eine Abstimmung von öffentlicher und privater Erziehung und Bildung.

Transparenz zwischen ErzieherInnen und Eltern ist förderlich für Kinder
Beidseitige Transparenz ist sehr wichtig , damit eine gute Zusammenarbeit gelingen kann © fizkes - Shutterstock

Aber das ist bei Weitem nicht alles: Elternmitarbeit heißt auch, dass sich die Mütter und Väter einbringen und mitunter mitbestimmen. Zum Beispiel bei Veranstaltungen oder Festen in der Kita. In einem solchen Fall können die Eltern eine enorme Entlastung für die Einrichtung sein, unter anderem bei der Planung von Herbstfesten oder Weihnachtsveranstaltungen.

In diesem Zuge haben Sie gemeinsam die Möglichkeit, Projekte schneller zu planen und auf die Beine zu stellen. Eltern haben oft neue und erfrischende Ideen, die Sie bei der Betreuung im Kita-Alltag umsetzen können. Eine Projektwoche bietet sich zum Beispiel an, wenn Sie den Kindern gemeinsam mit den Müttern und Vätern gesunde Ernährung näherbringen wollen. Die Eltern sind aktiv eingebunden und können sich einbringen. So ziehen automatisch alle an einem Strang.

Praktische Umsetzung von Elternarbeit: Was können wir gemeinsam erreichen?

Ein Beispielszenario, das pädagogische Fachkräfte nur zu gut kennen: Es ist Elternabend in der Kita. Ein Vater kommt etwas zu spät in den Raum gehetzt. Er hatte gerade erst Feierabend und setzt sich noch in Arbeitskleidung und mit dem Kopf woanders in den Stuhlkreis. Eigentlich hat er weder Zeit, hier in der Kita zu sein, noch die freien Kapazitäten, sich in die Kindererziehung einzubringen.

Neben ihm ein anderer Vater. Ein Hausmann, der sich in seinem Notizbuch wichtige Aspekte notiert hat, die er heute ansprechen möchte. Und zwischen ihnen eine Mutter, die überhaupt keinen Sinn in diesen Gesprächen sieht und am liebsten zu Hause auf der Couch den neuen Krimi mit ihrem Lieblingsschauspieler sehen möchte. Da kommt unwillkürlich die Frage auf: Wie soll man als pädagogische Fachkraft der Kindertagesstätte die anwesenden Eltern zu einem flüssigen und regen Austausch im Sinne der Elternarbeit bewegen?

Unterschiedliche Persönlichkeiten bestmöglich handeln

Besonders bei einem Elternabend im Kindergarten kann es dazu kommen, dass Eltern und Erzieher trotz der eingegangenen Bildungspartnerschaft nicht einer Meinung sind. Vielleicht werden auch überhaupt keine Meinungen kundgegeben und alle schauen etwas betreten und schweigend in die Runde. Hier ist es wichtig, richtig zu kommunizieren.

Als Erzieher lohnt es sich, bei der Elternarbeit auf die unterschiedlichen Vorlieben und Abneigungen der Eltern einzugehen. Dies ist besonders wichtig, wenn die zeitlichen Ressourcen der Mütter und Väter stark variieren oder die Eltern in der Einrichtung sehr unterschiedlich interessiert und gebildet sind. Im Zentrum der Bildungspartnerschaft steht eine möglichst konfliktfreie Zusammenarbeit, die Sie als pädagogische Fachkraft maßgeblich prägen.

Das heißt konkret: Sie arbeiten eben nicht nur mit den Kindern, sondern auch mit deren Eltern. Als pädagogische Fachkraft müssen Sie also nicht nur elementarpädagogisches Wissen mitbringen, sondern auch über zwischenmenschliche Kompetenzen und Einfühlungsvermögen verfügen.

Die effiziente Planung: Wie Eltern und Erzieher ans Ziel kommen

In der Theorie hört sich die Organisation der Elternarbeit und der Kommunikation mit den Eltern erst einmal einfach an. Das ist in der Praxis meist weitaus komplizierter. Vielen Kindertageseinrichtungen bleibt nur wenig Zeit für die Elternarbeit, weshalb diese optimal genutzt werden muss. Es ist sinnvoll, die Elternarbeit fest in den Kita-Alltag zu verankern. Sie sollte sich harmonisch in das Konzept der Kindertageseinrichtung einfügen. So bleibt am Ende mehr Zeit, die Mädchen und Jungen entsprechend zu fördern und eine engere Beziehung zu ihnen aufzubauen.

Im besten Fall schaffen Sie viele Gelegenheiten, bei denen die Eltern die Möglichkeit haben, sich in den Kindergarten einzubringen. Auch sollten Gesprächsrunden und Einzelgespräche ohne Weiteres möglich sein. Hierfür müssen zunächst die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden.

  • Steht Ihnen ein geeigneter Raum zur Verfügung?
  • Haben Sie sich mit Ihrem Team Gedanken über die Strukturierung des Gesprächs gemacht oder ein Thema überlegt?
  • Haben Sie an die Einladungen gedacht?

Gerade vor Elternabenden in der Kita sollte der thematische Rahmen fest abgesteckt sein. Fragen Sie im Vorfeld ruhig auch die Eltern nach ihren Erwartungen und Wünschen. Auf diesem Weg können Sie sich alle besser auf schwierige Inhalte einstellen und sich vorher Gedanken dazu machen.

Ein Elternabend in der Kita muss gut geplant sein, Elternarbeit in der Kita
Ein Elternabend in der Kita muss gut geplant sein © Jacob Lund - Shutterstock

Durch eine gute Vorbereitung fällt es jedem leichter, gute Ideen oder auch Kontakte zu liefern. So bleibt peinliches Schweigen im Stuhlkreis aus. Der Austausch mit den Eltern hilft jeder Kita, neue Projekte zu realisieren und Ausflüge möglich zu machen.

Richtig kommunizieren: Was ist wichtig beim Elterngespräch?

Als pädagogische Fachkraft ist es bei den Gesprächen mit den Eltern von Bedeutung, sich auf die individuellen Wünsche und Interessen einzustellen. Sie besitzen fachlich fundiertes Wissen. Dieses sollten Sie auch nutzen – jedoch stets in einem angemessenen Rahmen. Keines der Elternteile möchte sich bevormundet fühlen.

Bei der Elternmitarbeit ist es wichtig, dass sich alle gegenseitig ausreden lassen, einander zuhören und anschließend konstruktiv auf die Thesen oder Probleme eingehen. Diese Tipps helfen Ihnen, die Diskussion beim Elternabend konstruktiv zu halten:

  • vorab: allgemeine Gesprächsregeln festlegen
  • die Anwesenden mit Fragen aktivieren
  • Vielredner stoppen
  • Auf die Redeverteilung achten

Versuchen Sie nicht, zu allgemein gehaltene Elternabende im Kindergarten zu veranstalten. Neben klassischen Orga-Themen bieten sich auch Fachelternabende an. Bei diesen werden konkrete Themen behandelt, zum Beispiel die Gesundheitsprävention im Kindergartenalter. Allgemeine Mitteilungen oder Einladungen können Sie ganz einfach durch einen Elternbrief kommunizieren. So lassen sich die Eltern schnell informieren und das unkompliziert.

Respekt und Wertschätzung: Eckpfeiler guter Kommunikation in der Kita und im Kindergarten

Bei jedem Elterngespräch gilt: Bleiben Sie in jedem Fall respektvoll und offen für die Meinungen der anderen und gehen Sie gezielt auf die Eltern zu. Als Erzieherin oder Erzieher liegt es in Ihrem Interesse, die Situation der Eltern zu verstehen. Egal, ob es sich um ein Entwicklungsgespräch in der Kita oder ein Problemgespräch handelt: Vorwürfe sind ein Tabu.

Es ist zudem wichtig, bei einem Elterngespräch immer bei der Wahrheit zu bleiben. Unrealistische Zusagen oder Beschönigungen sind eher kontraproduktiv denn hilfreich. Vielmehr haben sie das Potenzial, die Eltern zu enttäuschen, die im schlimmsten Fall das Vertrauen in die Einrichtung verlieren.

  • Wie lautet ihre Einschätzung?
  • Formulieren Sie Ihre ehrliche Einschätzung sachlich?
  • Wie lange dauert zum Beispiel normalerweise, bis sich ein Kind eingewöhnt hat?
  • Welche Tendenzen beobachten Sie beim betroffenen Kind?

Wichtig ist: Geben Sie keine genauen Prognosen und stellen Sie in keinem Fall Diagnosen. Hierfür ist ausschließlich ein Arzt zuständig.

Elterngespräche in der Kita: Raum für individuellen Austausch

Um möglichst viele Eltern zu erreichen, bauen Sie bei der Zusammenarbeit idealerweise viele unterschiedliche Angebote und Projekte in den Kita-Alltag ein. Die Elterngespräche sind besonders für die pädagogische Arbeit mit den Kindern von Bedeutung. Ausflüge und Projekte stärken hingegen auch die Beziehungen zwischen den Eltern untereinander.

Am häufigsten gibt es Gespräche und Termine, bei denen Informationen ausgetauscht werden – ob nun über das Kind oder ein anstehendes Projekt im Kindergarten. Der Elternabend in der Kita ist ein klassischer Bestandteil der Elternarbeit. Daneben bieten aber auch Unterredungen unter vier bzw. sechs Auge, die Option, das Bündnis zwischen den Erziehern und den Eltern zu festigen.

Eingewöhnungsgespräch

Die Angebote erstrecken sich von Gesprächen vor der Aufnahme des Kindes in die Einrichtung bis hin zu Gesprächen, in denen sich die Eltern am Kita-Alltag beteiligen. Bei dem Eingewöhnungsgespräch treten die Familie und die pädagogischen Fachkräfte das erste Mal in Kontakt und lernen sich näher kennen. Es werden hauptsächlich Informationen ausgetauscht und ein erster Eindruck vermittelt. Hier können bereits Grundsteine für eine gute Beziehung gelegt werden.

Tür- und Angelgespräche

Sogenannte Tür- und Angelgespräche finden beinahe täglich statt und dienen dem raschen Informationsaustausch. Eltern wie auch pädagogische Fachkräfte können durch ein knappes Gespräch Erfahrungen austauschen und dem anderen so die Arbeit erleichtern.

 Tür- und Angelgespräche dienen dem schnellen Austausch von Informationen zwischen Eltern und ErzieherInnen
Tür- und Angelgespräche dienen dem schnellen Austausch von Informationen © Koldunova Anna - Shutterstock

Entwicklungsgespräche

Bei Entwicklungsgesprächen in der Kita nimmt sich die Erzieherin oder der Erzieher Zeit für einen intensiven Austausch über die Entwicklung und Bildung des Kindes. Die Grundlage für dieses Elterngespräch bildet der Entwicklungsbogen. Dabei werden sowohl die Kompetenzen der Kinder als auch Probleme oder Störungen thematisiert. Meistens wird dieses Entwicklungsgespräch einmal im Jahr angeboten und zur späteren Reflexion dokumentiert.

Konfliktgespräch

Die Aussagen der Eltern dienen als Ergänzung zu den Beobachtungen der pädagogischen Fachkraft. Dies ist besonders bei Konfliktgesprächen und dem Umgang mit Beschwerden wichtig. Diese dürfen in keinem Fall auf dem Flur oder sogar vor dem Kind ausgetragen werden.

Abschlussgespräch

Abschlussgespräche im Kindergarten sind für den Eintritt in die Schule wichtig. Die Eltern erhalten einen Überblick über die Gesamtentwicklung des Kindes. So kann besser eingeschätzt werden, ob eine weitere Förderung oder womöglich eine Rückstellung nötig ist.

Information der Eltern: Die Basis der Elternarbeit

Elternbriefe dienen einer Einrichtung zur Mitteilung von Terminen, Einladungen zu Veranstaltungen oder anderen Informationen. Ähnlich verhält es sich mit Informationsabenden von Eltern für Eltern oder auch dem Elternabend, der vom Kita-Team organisiert wird. Dieser findet mehrmals im Jahr in regelmäßigen Abständen statt.

Beim Elternabend in der Kita besprechen Sie zusammen mit den Eltern aktuelle Themen und organisieren Veranstaltungen. Natürlich ist hier auch Platz für Kritik und Wünsche der Eltern, die aber dann meistens in privaten Gesprächen erneut thematisiert werden. In zahlreichen Einrichtungen beinhaltet der erste Elternabend im Kindergarten im neuen Jahr auch die Wahl der Elternvertreter, die später dann den Elternbeirat bilden.

Bei manchen Themen oder Konflikten reichen keine schriftlichen Mitteilungen oder Gruppensitzungen. Intensivere Gespräche, wie zum Beispiel in Notsituationen oder bei einer expliziten Unterstützung der Eltern werden meistens in Sprechstunden der Kitaleitung geführt. Hier haben Sie die Möglichkeit, den Eltern zu zeigen, dass Sie sich Zeit nehmen und Ihnen das Gespräch wichtig ist.

Der Vorteil: Wenn Sie die Eltern persönlich ansprechen, erhalten Sie direkt ein Feedback und vermeiden so Missverständnisse, die in einer größeren Runde auftreten könnten. Insbesondere bei sehr privaten Themen oder Problemen sollten Sie immer das persönliche Gespräch suchen.

Angebote zur Elternbildung und mit den Kindern

Wer arbeitet, möchte auch feiern – und das am besten mit den Kindern zusammen. Jahreszeitliche oder traditionelle Feste bieten hierfür den idealen Rahmen. Natürlich können sich die Eltern auch untereinander treffen. Hierfür bieten sich vor allem Elterncafés oder Eltern-Kind-Wochenenden an. Auch an Festen und Feiern, die von den Erziehern in Zusammenarbeit mit den Eltern geplant werden, können sich alle untereinander begegnen und sich austauschen:

  • Feste (Weihnachtfeier, Sankt-Martins-Tag)
  • gemeinsames Essen
  • Elternwandertage
  • Elternbildung (zum Beispiel Erste-Hilfe-Kurs, Kreativ- und Freizeitangebote)

Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten, mit den Eltern aktiv in Kontakt zu treten und eine erfolgreiche Elternarbeit zu fördern. Fakt ist hierbei jedoch: Eine positive Zusammenarbeit lässt sich nicht erzwingen. Sie können die Familien zwar motivieren, sich aktiv einzubringen. Akzeptieren Sie aber auch, wenn es hin und wieder auch Elternteile gibt, die sich weitestgehend aus dem Geschehen herausnehmen.

Redaktion Prokita-Portal


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