Teamarbeit in Kita und Kindergarten: So gelingt eine reibungslose Zusammenarbeit

Damit der Alltag in der Kita reibungslos funktioniert, ist eine exzellente Teamarbeit notwendig. Denn um die Kinder kümmert sich meist nicht nur ein Erzieher alleine: Hinter der Betreuung der Kinder steht zumeist ein ganzes Kindergarten-Team. Daher ist es umso wichtiger, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um Herausforderungen in der Gruppe erfolgreich zu meistern. Doch was macht eine harmonische und lösungsorientierte Zusammenarbeit im Team Kita mit Kolleginnen und Kollegen aus? Wichtige Aspekte im Kontext von Teamarbeit sind eine offene Kommunikation im Team Kita, Zusammenarbeit und Teamführung in der Kita.

Teamarbeit: Was bedeutet das im Kindergarten?

Außer bei einer Tagesmutter, die zumeist alleine arbeitet, besteht eine Kita fast immer aus einem ganzen Team an Erzieherinnen und Erziehern. Denn bei der Kinderbetreuung ist ein guter Personalschlüssel elementar. Nicht selten halten Eltern bei der Wahl einer geeigneten Betreuungseinrichtung das Verhältnis von Erziehern und Kindern im Blick.

An dieser Stelle wird die Relevanz von guter Teamarbeit deutlich. Nur wenn alle Mitglieder einer Gemeinschaft – in diesem Fall alle Erzieher und Betreuer – zusammenhalten, entsteht eine positive Atmosphäre in der Gruppe. Und diese ist für eine erfolgreiche Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Kita von größter Relevanz. Denn in einer Kindertagesstätte steht das Wohl und die Entwicklung der Kinder an erster Stelle. Die Kinder erleben jeden Tag den Umgang des Kita-Teams nicht nur mit den Kindern, sondern auch untereinander. Sind hier Dissonanzen oder gar größere Konflikte zu spüren, wirkt sich das auf die gesamte Stimmung in der Einrichtung aus.

Teamarbeit in der Kita verbessern, gute Teamarbeit macht Erziehern und auch Kindern glücklich
Eine gute Teamarbeit in der Kita spiegelt sich auch auf die Einrichtung und somit auf die Kinder aus © Chinaview - Shutterstock

Doch was bedeutet das Wort „Team“ überhaupt? Der Duden liefert hier eine Definitionsmöglichkeit. So lässt sich das Wort „Team“ nach dem deutschen Wörterbuch als eine Gruppe von Menschen, die eine Aufgabe gemeinsam bewältigen, umschreiben. Im Falle einer Gruppe von Kindergärtnern besteht die gemeinsame Aufgabe in der Betreuung von Kindern. Gerade bei einer solchen sozialen Tätigkeit, bei der die Kommunikation unter den Kollegen und auch mit den Kids, eine große Wichtigkeit einnimmt, ist eine gute Arbeit im Team Pflicht.

Wieso ist gute Teamarbeit in der Kita so wichtig?

Vorteile der Teamarbeit in der Kita, Auswirkungen der guten Teamarbeit im Kindergarten
Infografik Teamarbeit im Kindergarten © Prokita-Portal

Die Bewältigung der gemeinsamen Aufgabe – also die Kinderbetreuung – hängt dabei nicht nur von der Einrichtung oder der fachlichen Qualifikation der Erzieher ab. Denn: Insbesondere die Art und Weise, wie die Teammitglieder zusammenarbeiten, spielt bei der Betreuung der Kindergartenkinder eine maßgebliche Rolle. Denn vor allem die Kinder sind davon betroffen, wenn die Arbeit im Team nicht funktioniert. Doch nicht nur die Qualität der Betreuung steigt, wenn das Erzieher-Team gut miteinander harmoniert. Eine harmonische Stimmung im Team zieht auch weitere positive Nebeneffekte nach sich.

Mehr Motivation am Arbeitsplatz

Die Arbeitsmotivation und die Zufriedenheit der Erzieher der Kindergarten und Krippen steigen, wenn sie sich im Team wohlfühlen. Wer sich wohlfühlt, arbeitet erwiesenermaßen besser. Und das bekommen schon die Kleinsten mit.

Egal ob Krippe oder Kindergarten: Sind die Erzieherinnen und Erzieher gut gelaunt und kommen gerne zur Arbeit, fällt es ihnen wesentlich einfacher, ihre Motivation auch auf die Gruppe zu übertragen. Um die Kinder mit Spaß und Entdeckergeist zum spielerischen Lernen zu bringen, ist eine positive Grundhaltung essenziell. Einen großen Anteil trägt dazu die Stimmung im Team und am Arbeitsplatz bei.

Weiterentwicklung der Kita

Gutes Teamwork führt zu einem Anstieg an kreativen und innovativen Ideen, da es einen ständigen (Informations-)Austausch gibt. Durch eine fruchtbare Zusammenarbeit im Team Kita gelingt es, die gesamte Arbeit in der Einrichtung weiterzuentwickeln. Das hat auch Auswirkungen auf das Außenbild der Einrichtung. Möchte sich eine Kindertagesstätte von anderen Krippen und Kindergärten abheben, sind neue Ideen Pflicht. Die Grundlage dafür ist Kommunikation im Team Kita – zwischen den Erziehern, mit den Eltern und natürlich auch mit den Kids.

Bessere Aufgabenteilung

Durch eine gelungene Arbeitsteilung gehen am Ende des Tages alle Erzieherinnen und Erzieher zufriedener in den Feierabend. Denn durch eine langfristige und gute Zusammenarbeit im Team Kita, wissen alle Teammitglieder um die Stärken und Schwächen des anderen. Wird dieses Wissen im täglichen Arbeitsalltag angewandt, gibt es eine bessere Aufgabenaufteilung.

Kita Team Arbeitsteilung planen, Kita Team gute Kommunikation
Ist die Arbeitsteilung festgelegt, sind alle am Ende des Tages zufrieden © Beatriz Vera - Shutterstock

Sprich: Kann die motivierte Freizeit-Sportlerin die Planung der Turnstunde übernehmen, fällt es ihr leicht, auch ihre persönlichen Stärken in den Arbeitstag einzubringen. Selbiges gilt für den musik-affinen Chorsänger, der die musikalische Früherziehung gestaltet. Wer seine persönlichen Interessen auch im Job einbringen kann, verrichtet seine Arbeit erfüllter. Aber das ist nur ein Vorteil

Eine gute Aufgabenteilung führt wiederum auch zur direkten und unmittelbaren Arbeitserleichterung – und das für alle Teammitglieder. Jeder übernimmt die Aufgaben, die ihm leichter fallen. Man gibt die Aufgaben ab, die ein anderes Teammitglied besser erledigen kann – eine Win-win-Situation für alle Erzieher.

Teamarbeit: Was gehört zu einer guten Zusammenarbeit?

Ein Team an Kollegen kann ganz von alleine zusammenwachsen. Jedoch muss das nicht immer der Fall sein. Daher ist es sinnvoll, wenn sich alle Erzieher der Kita regelmäßig – und das nicht nur zu Beurteilungsgesprächen – an einen Tisch setzen. In einem gemeinsamen Gespräch lassen sich dann die Parameter der Zusammenarbeit besprechen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Ziele: Welches Leitbild und welche Ziele möchte die Einrichtung vermitteln und wie kann dieses in das Konzept des Kindergartens aufgenommen werden?
  • Formen der Zusammenarbeit: Wie möchten die Erzieher zusammenarbeiten? Möglichkeiten des Teamworks gibt es nämlich viele. Entweder in Form von Projekten. Beispielsweise bei der Organisation einer Projektwoche. Auch die generelle Zusammenarbeit im Team Kita in allen Aspekten des Arbeitsalltags lässt sich näher besprechen. Wer übernimmt die Elternarbeit? Wer kümmert sich verstärkt um die musikalische Früherziehung? Welches Team-Mitglied hat ein gutes Händchen für neue Bastelprojekte? Vielleicht besteht ja auch die Option, die Aufgabengebiete rotieren zu lassen, dass jeder einmal alles machen kann. Auch das wäre eine Möglichkeit.
  • Besprechung von Herausforderungen und Problemen: In einer Teambesprechung sollten sich die Erzieherinnen und Erzieher auch über ihre tägliche Arbeit austauschen können. So ist es für die Teamentwicklung hilfreich, wenn Probleme offen angesprochen und Herausforderungen gemeinsam gemeistert werden. Gab es Probleme mit einem bestimmten Kind? Haben sich Mängel in der Elternkommunikation eingeschlichen?

Eine ziel- und lösungsorientierte Zusammenarbeit hängt maßgeblich vom Wir-Gefühl und gegenseitigem Vertrauen ab. Denn nur wenn sich die Teammitglieder aufeinander verlassen und sich vertrauen können, lassen sich die oben genannten Aspekte ehrlich miteinander diskutieren.

Doch das ist noch nicht alles, was für eine positive Teamarbeit unter Kollegen wichtig ist. So sind zum Beispiel auch eine vorausschauende und gute Teamführung in der Kita sowie eine offene Kommunikation im Team Kita nötig. Nur so können die Mitglieder im Kita-Team gut zusammenarbeiten.

Wieso ist eine offene Kommunikation zwischen Leitung und Team wichtig?

Doch wie sieht eine offene Kommunikation im Kita-Team überhaupt aus? Denn auch hier gibt es einige Aspekte zu beachten. Ein Beispiel: Wenn die Teamleitung wichtige Entscheidungen treffen muss, bei denen sie die Mitglieder des Teams nicht einbeziehen kann, sollte die Leitung das auch entsprechend kommunizieren.

Sonst könnte das als Alleingang interpretiert werden. Mit der Konsequenz, dass dies von den Kollegen als bevormundend oder sogar ignorant empfunden wird. Das kann wiederum dazu führen, dass die gesamte Effektivität des Teams leidet, da das Vertrauen als missbraucht verstanden wird. Auch die Motivation, sich in die Weiterentwicklung des Kindergartens miteinzubringen, kann unter einer fehlerhaften Kommunikation im Team Kita leiden.

Wenn jedoch offen und ehrlich im Team kommuniziert wird – zum Beispiel, wieso eine Entscheidung von der Kindergartenführung alleine getroffen wurde – lassen sich diese negativen Konsequenzen vermeiden. Hier ist es deshalb wichtig, Entscheidungswege so transparent und nachvollziehbar wie nur möglich zu kommunizieren und zu gestalten. So fühlt sich das Erzieher-Team dazu ermuntert, sich in Entscheidungen einzubringen. Aber nur, sofern die Mitglieder des Teams wissen, dass dies auch erwünscht ist.

Ehrliche Kommunikation im Team: Vorteile

Die offene Kommunikation zwischen Teamleitung und Mitarbeiterstab ist jedoch nur eine Seite der Medaille: So ist auch zwischen den Kollegen eine offene Kommunikation essenziell.

Diese Vorteile sind:

  • Inhaltlicher Austausch: Die Teammitglieder entwickeln sich durch ein offenes Gespräch nicht nur persönlich weiter. Auch ihre pädagogischen Kompetenzen werden durch einen offenen Austausch gestärkt. Feedback von außen hilft, die eigenen Kompetenzen zu verbessern. Was war gut im Umgang mit den Kids? Wo gibt es Optimierungspotenzial in Sachen Elternkommunikation? Solche Fragen sollen und dürfen gestellt und aufrichtig und konstruktiv beantwortet werden.
  • Wecken eines Wir-Gefühls: Durch eine offene Kommunikation wird der Teamgeist gestärkt – denn es entsteht eine informelle Vertrauensbasis, welche das Verständnis füreinander festigt.
  • Vermeidung von Konflikten: Wer sich regelmäßig auf einer offenen Basis austauscht, kann den anderen besser verstehen. Dadurch werden auch Probleme vermieden, die sonst zur Lähmung der Teamarbeit führen.
Gute Kommunikation Im Team Kita, offene Kommunikation im Kitateam
Eine offene Kommunikation stärkt das Wir-Gefühl © Rawpixel.com - Shuttersock

Diese Vorteile führen dazu, dass die ehrliche Kommunikation unter Kollegen einer der elementarsten Bestandteile einer guten Teamarbeit ist. Denn Schwierigkeiten im Team entstehen schnell. So ist Mobbing am Arbeitsplatz keine Seltenheit. Dies stellt dann nicht nur für den gemobbten Mitarbeiter eine große Belastung dar. Denn: Auch die Zusammenarbeit des Teams Kita leidet unter diesem Missstand.

Um dem vorzubeugen beziehungsweise entgegenzuwirken, braucht es eine regelmäßige Plattform, in der neben beruflichen Herausforderungen auch persönliche Konflikte angesprochen werden können. Für die Ansetzung der regelmäßig stattfindenden Meetings ist insbesondere die Kindergartenführung zuständig. Damit ist die Leitung maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Zusammenarbeit im Team funktioniert.

Teamführung: Das gehört zum guten Leadership im Kindergarten

Einer Kindergartenleiterin oder einem Kindergartenleiter kommt also eine essenzielle Rolle in der Kita zu – und das vor allem bei der Teamführung. Denn die Kindergartenleitung ist die zentrale Anlaufstelle, wenn es um alle Belange des Teams geht: Sei es bei Konflikten, Mitarbeitergesprächen oder der Urlaubsplanung.

Doch nicht nur im direkten Kontakt mit den Erziehern kommt der Kindergartenleitung eine wichtige Aufgabe zu. So liegt es am Teamleiter, sich dieser Aspekte anzunehmen:

  • Organisationsstruktur: Die Leitung ordnet den Erziehern klare Aufgaben- und Zuständigkeitsgebiete zu. Das geschieht am besten, indem sie die pädagogischen Fähigkeiten eines jeden Teammitglieds erkennt und entsprechend einsetzt.
  • Steuerungsstruktur: Der oben genannte Punkt impliziert eine gewisse hierarchische Ordnung, welche einerseits Vorteile und andererseits auch Nachteile mit sich bringen kann. Daher obliegt es der Kindergartenleitung, eine inhaltliche Position klar und eindeutig zu kommunizieren und zu vertreten. Jedoch gleichzeitig auch auf die Erzieher einzugehen.
  • Offenheit für Veränderungen und Ideen: Ein gutes Management bedeutet im Sinne eines Bottom-Up-Leaderships nicht nur, dass Entscheidungen auferlegt werden: Ein guter Teamleader sollte auch ein offenes Ohr für Veränderungswünsche vonseiten der Erzieher haben.

Nutzt der Kindergartenleiter die Fähigkeiten seiner Erzieherinnen und Erzieher für die Weiterentwicklung der Einrichtung, hat das nicht nur positive Auswirkungen auf die Qualität der Kinderbetreuung. Auch das Arbeitsklima kann sich deutlich steigern: Denn indem sich die Erzieherinnen und Erzieher außerhalb der Gruppenzeit einbringen können, fühlen sie sich ernst genommen. Dies ist ein zusätzlicher Motivator für die alltägliche Arbeit.

Teambesprechungen: Zusammenarbeit von Teamleader und Mitarbeiter

Eine weitere wichtige Aufgabe der Kindergartenleiter ist die Leitung der Teambesprechungen oder Dienstbesprechungen. Damit trägt die Führungskraft maßgeblich zur guten Zusammenarbeit des Teams Kita bei. Dabei beschränkt sich die Entwicklung einer guten Zusammenarbeit nicht nur auf die persönliche Ebene der Erzieherinnen und Erzieher: Bei den Besprechungen werden auch wichtige Informationen über den Arbeitsalltag mit den Kindern ausgetauscht.

Damit entscheidet sich insbesondere in den Mitarbeiterbesprechungen, wie die Entwicklung des Mitarbeiterteams und des ganzen Kindergartens vonstattengeht. So lässt sich in diesen Meetings auch das Grundkonzept der Kita überdenken und anpassen. Außerdem kann das Kollegium diese Aspekte besprechen:

  • Besprechung der pädagogischen Arbeit im Zusammenhang mit der Planung und Umsetzung
  • Fallbesprechungen
  • Besprechung von Elternbriefen

Das heißt: Die Arbeit als Erzieherin oder Erzieher beschränkt sich nicht nur auf die Gruppenzeit. Auch die Besprechung der Zusammenarbeit im Team Kita mit den Kolleginnen und Kollegen macht einen großen Teil der Arbeit im Kindergarten aus. Zum Beispiel bei den Vorbereitungsplanungen in der Kita.

Was sollte man bei Vorbereitungsplanungen beachten?

Solche Vorbereitungsplanungen beschränken sich dabei nicht nur auf die Wochenplanung oder die Urlaubsplanung. Vielmehr können sie sich auf viele Bereiche der Arbeit als Erzieherin oder Erzieher beziehen. So umfasst die Vorbereitungsplanung unter anderem diese Aspekte:

  • Planung der Aufteilung der Aufgaben im Arbeitsalltag mit den Kindern
  • Vorbereitung von aktuellen Projekten, Festen oder anderen wichtigen Terminen
  • Besprechung und Vorbereitung von Elterngesprächen

Vorbereitungsplanungen in der Kita sind also bei der alltäglichen Arbeit eines Erziehers wichtig. Auch hier kann es sinnvoll sein, dass das ganze Team zusammenarbeitet. Während es selbstredend Situationen gibt, bei denen die Kindergartenleitung die Planung alleine übernehmen muss, sollten beispielsweise die Arbeitsaufgaben bestenfalls so aufgeteilt werden, dass alle Teammitglieder damit zufrieden sind. Das ist vor allem bei größeren Projekten oder Feierlichkeiten der Fall, bei denen alle an einem Strang ziehen müssen.

Da die Vorbereitungsplanungen auch sehr viel Zeit und Mühe in Anspruch nehmen können, ist es für Kindergartenleiterinnen und Kindergartenleiter wichtig, die Planung entsprechend wertzuschätzen. Die Planungsarbeit der Erzieherinnen und Erzieher sollt ein jedem Fall als Arbeitszeit angerechnet werden und im besten Fall während der Arbeitszeit vonstattengehen. Denn sonst kann es schnell zu Misstönen kommen. Mit der Folge, dass sich das Kindergärtnerteam weder bei der Planung noch bei der Durchführung der Projekte einbringen wird.

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Rahmen der Vorbereitungsplanung in der Kita ist, welche Fortbildungen in naher Zukunft geplant sind. Außerdem können in den Gesprächen auch Berichte von Teammitgliedern über eine bereits absolvierte Fortbildung eines Erziehers hilfreich sein – das erlernte Wissen und die gesammelten Erfahrungen stellen so auch eine Hilfe für die anderen Teammitglieder dar.

Teamentwicklung: In diesen Fällen sind Fortbildungen sinnvoll

Dem Teamleader kommt die Aufgabe zu, sich um die Teamentwicklung zu kümmern. Das kann entweder individuell für einzelne Erzieher oder für das ganze Team sein. Im ersten Fall gibt es einige Weiterbildungsmöglichkeiten, die die pädagogischen Fähigkeiten der Erzieher im Kindergarten stärken oder Elementarpädagogik fokussieren.

Fachliche Fortbildung mit der Entwicklung persönlicher Kompetenzen koppeln

Bei Fortbildungen für alle Erzieher und Erzieherinnen können beispielsweise Teambuildingmaßnahmen eine große Wirkung entfalten – vor allem für den Teamspirit und die generelle Teamentwicklung. So gibt es verschiedene Teambuilding-Methoden, die das Team stärken und eine erfolgreiche Zusammenarbeit fördern. Die Vielfalt an Seminaren ist sehr groß. Wichtig ist dabei, dass man zuvor ein gemeinsames Ziel erarbeitet, das das Team während und nach dem Teambuildings-Seminar erreichen möchte.

Teamarbeit in der Kita fördern, Aktivitäten für bessere Teamarbeit im Kindergarten
Fortbildungen können in verschiedenen Formen stattfinden. © Robert Kneschke - Shutterstock

Mitunter lassen sich fachliche Fortbildungen, z. B. zur elementarpädagogischen Sprachförderung, mit Teambuilding-Events koppeln. Die Ziele: So entwickelt sich das Kita-Team nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiter.

Mobbing durch Teambuilding vorbeugen

Teambuilding-Maßnahmen können auch dann wirksam sein, wenn Schwierigkeiten innerhalb des Teams vorgebeugt oder gelöst werden sollen. Ein Beispiel aus der Praxis: Wenn es innerhalb des Kita-Teams zu Mobbing-Fällen kommt, helfen Gespräche manchmal nicht mehr weiter. Dann können Fortbildungen von Erziehern, an denen die ganze Gruppe teilnimmt, wahre Wunder wirken.

Bei Mobbing ist insbesondere die Kindergartenleiterin oder der -leiter gefragt. Denn der Vorgesetzte des Erzieher-Teams hat eine Fürsorgepflicht: Die Führungskraft ist somit für das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter verantwortlich. Das gilt nicht nur für die körperliche, sondern auch für die psychische Unversehrtheit.

Kommt es zu Verhaltensweisen, in denen ein Angestellter gemobbt oder ausgegrenzt wird, ist die Leiterin oder der Leiter in der Verantwortung. Er oder sie muss einen Prozess anstoßen, bei dem entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Auch hier können Fortbildungsseminare helfen: Zum Beispiel, um zu erlernen, wie Maßnahmen gegen Mobbing aussehen können.

Redaktion Prokita-Portal


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