Experimente im Kindergarten: Nachwuchsforscher am Werk

Kinder verspüren von klein an eine unbändige Neugierde: Sie wollen ihre Umwelt verstehen. „Was?“, „Wie?“ und „Warum?“ sind Fragen, die die Kinder unaufhörlich stellen. Die Antworten faszinieren die Kids. Und noch begeisterter sind die Jungen und Mädchen, wenn sie wissenschaftliche Phänomene durch Experimente selbst erforschen können. Diesen Wissensdurst sollten Erzieherinnen und Erzieher im Kindergarten nutzen, um die Kinder im jungen Alter an naturwissenschaftliche Phänomene heranzuführen.

Experimente mit Kindergartenkindern: Pädagogisch wertvoller Spaß

Das Experimentieren birgt für die Entwicklung der Kinder viel Förderungspotenzial. Und das, obwohl sie das Gefühl haben zu spielen. Es bereitet den Jungen und Mädchen viel Freude, ihre Umwelt zu entdecken und zu verstehen. Zeitgleich erlernen sie durch diese Bildungsangebote im Kindergarten viele Kompetenzen, die ihnen später in der Grundschule weiterhelfen.

Der tägliche Morgenkreis in der Kita ist eine gute Möglichkeit, um mit den Kindern über die Ergebnisse der Experimente zu sprechen. Dadurch fördern Sie außerdem die sprachliche Entwicklung der Kids. Zudem lernen die Kinder durch Experimentierkurse, fokussiert bei der Sache zu bleiben. Damit die Konzentration und damit auch die Begeisterung nicht verschwinden, sollte ein einzelner Versuch jedoch nicht länger als 15 bis 20 Minuten dauern.

Zeitfenster bei Experimenten mit Kinder berücksichtigen. Versuche im Kindergarten
Damit die Begeisterung bei den Kindern nicht verschwindet, sollte ein Experiment nicht länger als 20 Minuten dauern © Rawpixel.com - Shutterstock

Und noch mehr Vorteile gehen mit Experimenten als Bildungsangebote im Kindergarten einher: Beim Forschen stärken die Kinder ganz nebenbei ihre Feinmotorik. Oft sind hier nämlich vorsichtige Handgriffe gefragt, damit die Experimente nicht missglücken. Es geht noch weiter: Beim Experimentieren werden auch die Problemlösekompetenz und das logische Verständnis geschult. Die Kinder lernen, über verschiedene Möglichkeiten nachzudenken. Sie erfahren am eigenen Leib, wie sie ein Problem lösen können. Diese Fähigkeiten sind in der Grundschule und später in weiterführenden Schulen für naturwissenschaftliche Fächer und den Matheunterricht sehr wichtig.

Die richtige Vorbereitung für Experimente im Kindergarten

Damit der Versuch am Ende auch gelingt, ist die richtige Vorbereitung das A und O. Nichts frustriert die Kinder mehr, als ein fehlgeschlagenes Experiment. Damit solche Fehlversuche nicht vorkommen, sollten Erzieherinnen und Erzieher mehrere Testläufe durchführen. Denn nur wenn Sie selbst mit dem Ablauf vertraut sind, können Sie den Kindern eine hilfreiche Stütze sein.

Benötigte Materialien im Forschergarten

Gehen Sie schon bei der Wahl der Materialien mit Bedacht vor. Einige Stoffe bergen ein größeres Gefahrenpotenzial als andere. Besonders bei Kindern im jungen Alter sollte die Wahl daher eher auf Alltagsgegenstände fallen. Das hat zudem den Vorteil, dass die Kinder die verwendeten Dinge schon aus dem Alltag kennen und somit leichter einen Bezug zu den Experimenten herstellen können. Neben Wasser und Luftballons eignen sich zum Beispiel auch Essig und Backpulver als Bildungsangebot zum spielerischen Lernen.

Ist die Wahl auf bestimmte Gegenstände und damit verbundene Experimente gefallen, gilt es, alle Dinge zu besorgen. Achten Sie darauf, dass am Ende auch alle Kinder am Versuch teilnehmen können. Bei großen Gruppen ist es sinnvoll, die Kindergartenkinder in Teams aufzuteilen, die nacheinander experimentieren dürfen.

Eventuell können Sie auch darüber nachdenken, eine Art Wissenschaftszirkel in einem der Experimentierkurse zu gestalten. So können die einzelnen Gruppen rotieren. Allerdings ist es wichtig, dass ein Erwachsener jede Station betreut. Dieser hat dann die Aufgabe, die Fragen der Kinder zu beantworten und auf die Sicherheit zu achten.

Klare Regeln kommunizieren: Das ist wichtig

Bevor es losgeht, ist es sinnvoll, mit der Kindergartengruppe die Regeln zu besprechen. Welche Richtlinien gelten, ist immer von den Experimenten und dem Alter der Kinder abhängig. Folgende grundlegende Regeln sind eingängig und werden von allen Kindern verstanden:

  • Die Gegenstände, mit denen wir experimentieren, dürfen nicht in den Mund genommen werden.
  • Nur Erwachsene dürfen Kerzen anzünden.
  • In der Nähe des Versuchsaufbaus rennen wir nicht.
  • Wir hören auf die Anweisungen der Erzieher.
Regeln bei Experimenten festlegen, Gefahr bannen durch Regeln mit Kindern
Damit bei den Experimenten nichts schief geht, müssen mit den Kindern klare Regeln aufgestellt werden © Levranii - Shutterstock

Kommunizieren Sie klare Grenzen, hilft das den Kindern, sich beim Experimentieren richtig zu verhalten. Auch wenn die Kinder später in der Grundschule sind, müssen sie gewisse Klassenregeln respektieren. Daher ist es sinnvoll, die Gruppe frühzeitig an bestimmte Richtlinien heranzuführen.

Die kleinen Forscher animieren

Ist der Rahmen im Sinne von Bildungsangeboten im Kindergarten für ein erfolgreiches Experimentieren abgesteckt, liegt es an Ihnen, die Kinder auf die bevorstehenden Phänomene vorzubereiten. Zu diesem Zweck erklären Erzieherinnen und Erzieher, in welchem Zusammenhang ein Experiment durchgeführt wird.

  • Ist der Versuch der Physik zuzuordnen?
  • Geht es um Technik und Strom
  • Werden Naturphänomene erklärt?

Ist die Neugierde erst einmal geweckt, sollte man den Kindern Raum geben, um mögliche Ergebnisse zu besprechen. Lassen Sie die Gruppe rätseln, was alles passieren könnte. Kommt in diesem Zusammenhang eine Kinderfrage auf, klären Sie diese, bevor Sie mit dem Experiment beginnen. Wichtig ist dabei nicht detailliertes Wissen aus der Chemie und Physik, sondern vielmehr das Vermitteln eines groben Verständnisses für naturwissenschaftliche Phänomene. So wird der Kindergarten zum Forschergarten!

Experimente mit Wasser

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Infografik Experimente mit Wasser im Kindergarten © Prokita-Portal

Versuche mit Wasser sind im Kindergarten ganz besonders beliebt. Zum einen kennen die Kinder einige physikalischen Gegebenheiten schon von zu Hause, zum anderen sind die Experimente ungefährlich und benötigen meistens wenig Material. Daher bietet es sich an, den einen oder anderen Versuch in den Alltag der Kita zu integrieren.

Die schwebende Pappe

Dieses naturwissenschaftliche Experiment eignet sich vor allem dazu, den Kindern etwas über den Luftdruck beizubringen. Neben einem Glas und Wasser benötigt man dazu nur ein Stück Pappe, das größer ist als die Öffnung des Glases. Die folgende Anleitung ist nun sehr simpel. Lassen Sie die Kinder Wasser in das Glas füllen, sodass dieses fast ganz gefüllt ist. Übertragen Sie der Gruppe so viel Verantwortung wie möglich, damit die kleinen Forscher den Spaß nicht verlieren. Anschließend dreht man das Glas um 180 Grad, hält dabei allerdings noch die Pappe fest.

Der Druck, der von außen auf die Pappe wirkt, ist nun größer als der Druck im Glas. Auf diese Art und Weise entsteht ein kleines Vakuum, welches dafür sorgt, dass die Pappe nicht runterfällt. So bleibt das Wasser im Gefäß. Erklären Sie den Kindern, dass es sich hierbei nicht etwa um Magie handelt, sondern dass die Physik für das Phänomen verantwortlich ist. Geben Sie den Jungen und Mädchen die Möglichkeit, den Versuch selbst nachzumachen. Dabei sollten die Kinder das Glas allerdings nur über einem Waschbecken umdrehen, falls ein Versuch doch einmal schief geht.

Das uneinfrierbare Wasser

Der nächste spannende Versuch vermittelt den Kindern Wissen über die verschiedenen Aggregatzustände von Wasser. Sie sollen verstehen, dass Eis nur gefrorenes Wasser ist, welches sich bei Zimmertemperatur wieder in Wasser verwandelt. Um das Ganze noch interessanter zu gestalten, erfahren die Kinder beim Experimentieren auch, unter welchen Umständen Wasser trotz niedriger Temperaturen nicht gefriert.

Abgesehen vom Wasser benötigt man hierfür nur zwei Schalen und Salz. In die erste Schale geben Sie nur Wasser. Den Boden der zweiten Schale bedenken Sie allerdings mit einer Schicht Salz. Anschließend kommen beide Gefäße für einige Zeit in die Tiefkühltruhe. Am Ende des Kita-Tages dürfen die kleinen Forscher das Ergebnis überprüfen. Fragen Sie die Kinder, ob sie glauben, dass beide Schalen gefroren sind. Die Kinder sind oft überrascht zu sehen, dass die Schale mit dem Salzwasser nicht zu Eis gefroren ist (Tipp: Achten Sie darauf, dass die Tiefkühltruhe nicht kälter als -21,6 Grad ist. Dann gefriert nämlich auch das Salzwasser). Anschließend geben Sie über das gefrorene Wasser ebenfalls Salz. Die Kinder können nun beobachten, dass Salz das Eis zum Schmelzen bringt. Haken Sie nach, ob die Gruppe dieses Phänomen vielleicht aus dem Alltag kennt. Wenn nicht, können Sie erklären, dass das Salz im Winter Verwendung findet, um die Gehwege von Eis zu befreien.

Sand mit Schwimmweste

Im Zusammenhang mit dem nächsten Experiment bespricht man mit den Kindergartenkindern, welche Gegenstände auf dem Wasser schwimmen können und welche nicht. Sammeln Sie die Anregungen der Kinder und lassen Sie die Kinder ihre Vermutungen prüfen. Stellen Sie hierzu die genannten Materialen und eine große Schale voll Wasser bereit.

Um diese Wasserexperimente noch interessanter zu gestalten, fragen Sie die Kinder, ob Sand, der sich in einem Luftballon befindet, schwimmen kann oder nicht. Zeigen Sie der Gruppe anschließend, dass der Luftballon zum Grund der Schale sinkt. Daraufhin können Sie gemeinsam mit der Gruppe nach einer Lösung suchen, wie man den Sand im Luftballon zum Schwimmen bringen könnte.

Wasserexperimente in der Kita, mit Experimenten Kindern Physik beibringen
Experimente mit Wasser werden von Kindern immer gerne gemacht © Bartosz Budrewicz - Shutterstock

Haben die kleinen Forscher keine passende Idee, weisen Sie sie darauf hin, dass die Lösung mit der Luft zusammenhängt. Pusten Sie etwas Luft in den befüllten Luftballon und demonstrieren Sie, dass der mit Luft gefüllte Luftballon wie eine Schwimmweste wirkt. Ganz spielerisch lernen die Kinder so etwas über die Grundlagen der Physik – nützliches Wissen, welches die Lehrer später in der Grundschule ausbauen.

Faszinierend: Experimente mit Feuer

Im Gegensatz zu den Wasserexperimenten sind Versuche mit dem Element Feuer nicht ganz ungefährlich. Daher sollten diese Projekte in der Kita immer nur in enger Zusammenarbeit mit den Erwachsenen durchgeführt werden. Weisen Sie die Kinder vorab auf mögliche Gefahren hin. Kinder mit langen Haaren sollten diese zusammenbinden. Alle Beteiligten sollten ihre Ärmel hochschieben. Achten Sie jedoch darauf, keine Panik zu verbreiten. Nur so ist es der Gruppe möglich, einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Feuer zu lernen. Erzieher im Kindergarten sollten außerdem einen Eimer mit Wasser bereitstellen, um im Ernstfall das Ausbreiten eines Feuers zu verhindern.

Die unsichtbare Zündschnur im Forschergarten

Auch die Anleitung für das folgende Experiment ist leicht zu verstehen: Alles, was man benötigt, ist eine Kerze und ein Feuerzeug oder Streichholz. In der Mitte der Gruppe zündet der Erzieher oder die Erzieherin die Kerze an, sodass alle Kinder diese gut sehen können. Nun warten alle gespannt, bis das Wachs zu schmelzen beginnt. Fragen Sie die Jungen und Mädchen in der Zwischenzeit, ob es möglich ist, eine Kerze anzuzünden, ohne dass eine Flamme den Docht berührt. Sind die Kinder der Meinung, dass dies nicht geht, können Sie die Gruppe nun überraschen.

Pusten Sie die Kerze aus. Anschließend müssen Sie schnell reagieren. Halten Sie sofort die neue Flamme in den Rauch, oberhalb vom erloschenen Docht. Der Kerzenrauch dient nun als eine Art unsichtbare Zündschnur. Die eben noch ausgepustete Kerze fängt wieder an zu brennen und das, obwohl die Flamme keinen Kontakt zum Docht hatte. In diesem Zusammenhang haben Sie die Möglichkeit, den Kindern die Gefahr zu erklären, die von erloschenen Feuern ausgeht.

Feuer unter Wasser

Um die Gruppe auf die nächsten Experimente einzustimmen, bietet sich folgende Einstiegsfrage an: „Kann eine Kerze unter Wasser brennen? Wenn nein, gibt es eine Möglichkeit, wie wir es doch schaffen, dass sie unter Wasser weiter brennt?“ Geben Sie der Gruppe Raum, verschiedene Meinungen auszutauschen. Die Kommunikation kann die sprachliche Entwicklung der Kinder unterstützen. Haben die Jungen und Mädchen keine Antwort auf die gestellte Frage, ist es sinnvoll, die Materialien des nächsten Experiments zu präsentieren. Neben einer Schale, die mit Wasser gefüllt ist, zählen dazu nur ein Teelicht und ein leeres Glas.

Stellen Sie das Teelicht vorsichtig auf die Wasseroberfläche und zünden Sie dieses an. Bitten Sie anschließend ein Kind, das Glas vorsichtig über das Teelicht zu stülpen und unter Wasser zu drücken. Dieser spannende Moment bleibt der Gruppe noch lange im Gedächtnis. Denn wider Erwarten tritt kein Wasser in das Glas ein und die Flamme brennt auch unterhalb der Wasseroberfläche weiter. Das geht natürlich nur solange, bis der Sauerstoff im Glas aufgebraucht ist. Nichtsdestotrotz wird dieses Phänomen die Kinder sehr begeistern!

Feuer mit einer Lupe

Auch das ist ein einfaches Experiment, das für viel Freude und Faszination sorgen wird! Zeigen Sie den Kindern, wie man mit einer Lupe im Sommer Feuer machen kann. Hier ist es wichtig, ein Problem- und Gefahrenbewusstsein zu wecken. Erklären Sie den Kids, dass auch Glasflaschen im Wald ein Feuer verursachen können. Dass dies verheerende Folgen haben kann, wissen die kleinen Forscher womöglich schon. Auf diese Weise lässt sich auch gleich eine Brücke zum korrekten Umgang mit Müll schlagen. Glas gehört in den Container – nicht auf die Wiese! Gerade im Vorschulalter nehmen die Kinder viel aus diesen wichtigen Experimentierkursen mit.

Experimente aus den Bereichen Strom und Technik

Experimente, die sich mit Strom und Technik beschäftigen, sind vor allem im Vorschulalter sinnvoll. Die Versuche sind oft etwas komplexer und deshalb für Kinder in jungen Jahren nicht geeignet. Bevor die kleinen Forscher loslegen dürfen, ist es sinnvoll, den Stromkreis zu besprechen. Hierzu bauen Erzieherinnen und Erzieher selbst einen Stromkreis aus einer Flachbatterie, Kabeln mit Krokodilklemmen und einer LED. Erklären Sie den Vorschulkindern, dass die Lampe nur leuchtet, wenn der Stromkreis geschlossen ist und der Strom fließen kann.

Lassen Sie anschließend eines der Kinder das isolierte Kabel berühren. Die Gruppe darf nun rätseln, warum vom Kabel kein Stromschlag zu erwarten ist, obwohl das Kabel ja den Strom leitet. In diesem Zusammenhang können Sie erklären, dass nicht alle Materialien Strom leiten. Da das Kabel mit einem nicht leitenden Material umgeben ist, erhält man keinen Stromschlag. Nun ist die Kreativität der Kinder gefragt. Die Gruppe soll sich im Kindergarten umsehen und Dinge sammeln, die ihrer Meinung nach Strom leiten, aber auch Gegenstände, die sie für nicht-leitend halten.

Kinder haben hierbei die Möglichkeit herauszufinden, unter welchen Umständen Strom geleitet wird © Mark Nazh Shutterstock

Alle Dinge werden anschließend in eine Reihe gelegt und gemeinsam sortiert. Am Ende sollten zwei Seiten entstehen. Einmal die Dinge, von denen die Kinder denken, dass sie leitende Eigenschaften haben und auf der anderen die Gegenstände, die nicht leiten. Anschließend kommen zwei Kabel mit Krokodilklemmen zum Einsatz, um die gesammelten Objekte in den Stromkreis einzubauen. Spendet die LED-Lampe Licht, wird der Strom weitergeleitet.

Besprechen Sie im Anschluss mit der Gruppe, welche Materialien überraschenderweise andere Eigenschaften hatten, als vorher vermutet. Interessieren sich die Jungen und Mädchen nach dem Experiment verstärkt für den Bereich der Technik, ist es sinnvoll, ein Praxisbuch anzuschaffen, welches den Wissensdurst der Kinder stillt.

Experimentierkurse aus dem Bereich der Chemie

Einfache Experimente aus dem Bereich der Chemie eignen sich besonders gut, um den Kindern zu vermitteln, dass einzelne Stoffe miteinander reagieren können und eine bestimmte Reaktion hervorrufen. Hier sollten pädagogische Fachkräfte allerdings immer darauf achten, dass sowohl die Materialien als auch die Reaktion ungefährlich sind.

Um den Kindern die Grundlagen der Chemie näherzubringen, eignet sich zum Beispiel ein Backpulver-Vulkan.

Der Backpulver-Vulkan: Sprudelndes Erlebnis

Hierzu benötigen Sie folgende Materialien:

  • Ein Gefäß – möglichst nach oben hin schmaler werdend
  • 1 Päckchen Backpulver
  • Essig
  • Flüssige Seife oder Spülmittel
  • Etwas warmes Wasser
  • Lebensmittelfarbe (nur für die Optik)
  • Eine Form (z. B. Auflaufform), in die man das Gefäß stellen kann
  • Eventuell einen Trichter

Zu Beginn füllt man etwas warmes Wasser in das Gefäß und färbt dieses nach Belieben mit der Lebensmittelfarbe ein. Anschließend kommt die flüssige Seife oder das Spülmittel hinzu. Anschließend alles gut umrühren. Mithilfe des Trichters wird nun vorsichtig das Backpulver zur Flüssigkeit dazu gegeben. Schon jetzt lässt sich eine erste Reaktion beobachten.

Spätestens dann sollten Sie das Gefäß in eine Form stellen, die die übersprudelnde Masse des „Vulkans“ auffängt. Anschließend geben Sie nur noch etwas Essig in die Mischung – schon beginnt der Vulkan auszubrechen. Der Essig und das Backpulver bilden zusammen Kohlendioxid. Dieses Gas dehnt sich schnell aus und bringt deshalb die Mischung zum Überschäumen. Dieser spannende Versuch begeistert Kinder in jedem Alter und kann der erste Schritt sein, um die Jungen und Mädchen für naturwissenschaftliche Themen zu begeistern.

Seifen-Rezept: Seife im Kindergarten herstellen

Wie verschiedene Einzelteile zu einem großen Ganzen verschmelzen, lässt sich auch hervorragend mit einem Seifen-Rezept zeigen. Schon in der Kita können Sie den Jungen und Mädchen so grundlegendes chemisches Wissen vermitteln. Wer mit den Jungen und Mädchen im Kindergarten selbst Seife herstellen möchte, benötigt folgende Dinge:

  • Seifenreste, die die Kinder von zu Hause mitbringen können
  • Eine Küchenreibe
  • Backförmchen
  • Nach Gusto: Duftöle, Deko wie Kaffeebohnen oder Blüten

Zunächst gilt es, die Seifenreste mit der Reibe zu zerkleinern. Aber Achtung: Hier besteht Verletzungsgefahr. Unterstützen Sie die Gruppe bei der Arbeit oder übernehmen Sie die Aufgabe selbst. Achten Sie außerdem darauf, nur mit handwarmen Materialien zu arbeiten, um Verbrennungen zu vermeiden.

Alle Seifenspäne werden nun in einen Topf gegeben und vorsichtig im Wasserbad erwärmt. Die Kinder werden begeistert sein, wie einfach das Seifen-Rezept funktioniert und wie schnell die Späne zu einer homogenen Masse verschmelzen.

Nun geht es darum, passende Formen und Dekoration zu finden. Lassen Sie die Kinder doch kreativ werden und ihr ganz eigenes Seifen-Rezept kreieren. Während die einen vielleicht zu hautverträglichen Duftölen greifen, legen die anderen Kaffeebohnen in ihre Form, um ein individuelles Seifenkunstwerk zu schaffen.

Redaktion Prokita-Portal


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