Montag
Wochenplan 05.10 - 11.10.2026
Ich kann das allein
Angebote des Wochenplans
U3 Kinder 1–3 Jahre
-
Montag
Verbinden Sie mit einem animierenden Reim Alltagsaufgaben mit Körperbe ... -
Dienstag
Das Sockenmonster
Socken zusammenzulegen, ist für Kinder oft eine herausfordernde Aufgab ... -
Mittwoch
Kleine Ballhelfer und Ballhelferinnen
Jedes Kind hilft mit, unterschiedliche Bälle zurück in eine Kiste zu b ... -
Donnerstag
Nägel schneiden leicht gemacht
Manche Kinder reagieren sensibel auf das Schneiden der Fingernägel. Be ... -
Freitag
Mein erster Führerschein: Das kann ich schon!
Die Autonomieentwicklung gehört zu einem wichtigen Meilenstein in der ...
Ü3 Kinder 3–6 Jahre
-
Das kann ich schon allein
Zum Einstieg in die kommende Woche verdeutlichen Sie den Kindern, was ...
Montag
-
Bewegungsreim: Ich kann das schon
Bei diesem Bewegungsreim bekommen die Kinder schnell Lust, mitzumachen ...
Dienstag
-
Die Rucksackprofis
Heute werden die Kinder zu echten Rucksackprofis. Sie überlegen und en ...
Mittwoch
-
Geheimnisvolle Aufträge
Heute sind die Kinder als „Geheimagenten der Selbstständigkeit“ unterw ...
Donnerstag
-
Meine Medaille
Ich suche aus, ich gestalte, ich schaffe das! Mit einem offenen Bastel ...
Freitag
Bewegungsreim: Ich kann das allein!
Bildungsbereich: Soziale- und emotionale Bildung, Körper, Bewegung und Gesundheit
Verbinden Sie mit einem animierenden Reim Alltagsaufgaben mit Körperbe ...
Vorbereitung
Drucken Sie die Tabelle aus dem Zusatzmaterial aus und üben Sie den Bewegungsreim. Das erleichtert die Durchführung mit den Kindern.
So wirds gemacht
Versammeln Sie sich mit der Großgruppe im Stehkreis.
Machen Sie den Reim einmal mit den Bewegungen vor. Die Kinder dürfen gern versuchen, mitzumachen:
| Text | Bewegung |
| Ich bin stark, schau mich mal an.
|
Die Kinder stellen sich aufrecht hin, strecken die Brust stolz raus. Die Fäuste gegen die Hüfte stemmen. Dann mit dem Daumen auf sich selbst zeigen. |
| Klatschen kann ich schon allein. Klatsch, klatsch, klatsch, so soll es sein. |
Dreimal in die Hände klatschen und lächeln. |
| Singen kann ich schon allein.
La, la, la, |
Hände neben dem Mund ansetzen und laut „la, la, la“ singen. |
| Zähne putzen kann ich allein. Schrubb, schrubb, schrubb, sie werden glänzend rein. |
Mit der Hand das Zähneputzen nachahmen. Kreisende Bewegungen über die Zähne machen. |
| Strecken kann ich mich allein. Hoch, hoch, hoch, Ich fühl mich groß und gar nicht klein. |
Beide Arme weit nach oben strecken und auf die Zehenspitzen stellen. |
| Hände waschen kann ich allein. Wisch, wisch, wisch, Sie sind sauber und rein. |
Hände aneinander reiben und danach ausschütteln. |
| Ich bin stolz, das ist doch fein. Ganz viel schaff ich schon allein! |
Die Kinder stellen sich aufrecht hin, strecken die Brust stolz raus. Die Fäuste gegen die Hüfte stemmen. Dann mit dem Daumen auf sich selbst zeigen. |
Wiederholen Sie den Reim und stärken Sie die Selbstständigkeit der Kinder, indem sie die Bewegungen allein mitmachen!
Wichtig
Achten Sie auf ein langsames Sprechtempo und ausreichend Pausen, damit die Kinder genügend Zeit für die Umsetzung haben.
Variation der Durchführung
- Nutzen Sie einzelne Textpassagen in Alltagssituationen. Die Strophe zum Thema Zähne putzen kann beispielsweise nach dem Mittagessen während des Zähneputzens immer wieder sprachlich begleitend von Ihnen wiederholt werden, bis die Zähne sauber sind. Das motiviert die Kinder und schafft einen realitätsnahen Bezug!
Ergänzen Sie weitere Strophen und integrieren Sie Aufgaben wie das Anziehen der Hausschuhe, der Jacke etc., um die Selbstständigkeit noch deutlicher herauszuarbeiten. Hier können auch optional Kleidungsstücke direkt während der Durchführung angezogen werden. Diese Variante eignet sich für ein Einzelsetting oder eine Kleingruppe.
- Inklusive Anregung:
Der Bewegungsreim wird so gestaltet, dass jedes Kind entsprechend seinen Fähigkeiten teilnehmen kann. Die Bewegungen können stehend, sitzend oder mit Unterstützung durchgeführt werden. Durch Ihre Modellfunktion können auch Kinder mit unterschiedlichem sprachlichen Entwicklungsstand teilhaben und sich an Ihnen orientieren.
Das wird gebraucht
- 1 Ausdruck des Zusatzmaterials „Ich kann das allein!“
Downloads
- Mo_PKP Oktober 26 ZM U3
- Mo_Notenblatt_Bewegungsspiel_Ich kann das allein_PKP_Oktober_KW41_U3_2026 ZM
- Mo_Bewegungsreim_Ich kann das allein
Das Sockenmonster
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, Soziale- und emotionale Bildung
Socken zusammenzulegen, ist für Kinder oft eine herausfordernde Aufgab ...
Vorbereitung
Achten Sie bei den Sockenpaaren darauf, dass sie bunt und optisch gut differenzierbar sind. Das erleichtert die Durchführung für die Kinder.
Stellen Sie einen Kreis aus Stühlen. Teilen Sie die Sockenpaare auf: Jeweils eine Socke liegt im Kreis auf dem Boden, die passende zweite Socke kommt in den Schuhkarton.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit 4 Kindern im Sitzkreis.
Erzählen Sie, dass die Kinder heute das Sockenmonster kennenlernen. Es hilft dabei, die richtigen Sockenpaare zu finden, und hat Hunger!
Greifen Sie eine Socke aus dem Schuhkarton und stecken Sie Ihre rechte Hand hinein. Schon ist das Sockenmonster erwacht!
Gehen Sie in die Mitte des Kreises und suchen Sie die passende zweite Socke. Hat das Sockenmonster die richtige Socke gefunden, darf es „zubeißen“. Dafür öffnen Sie die Hand in der Socke und schließen sie beim Greifen nach der zweiten Socke wieder. Drücken Sie die beiden Socken fest zusammen und halten Sie sie gut fest. Nun zieht die linke Hand am oberen Ende des Sockenmonsters und stülpt die Socke über die andere Socke. Geschafft! Das Sockenmonster ist satt und das passende Sockenpaar ist zusammengelegt.
Jetzt zieht ein Kind eine Socke aus dem Karton und geht mit dem Sockenmonster auf Sockensuche. Die Durchführung kann zu Beginn herausfordernd sein. Bieten Sie nur Hilfestellung an, wenn es unbedingt nötig ist, und geben Sie dem Kind ausreichend Zeit. Die Selbstwirksamkeitserfahrung schafft das Erfolgserlebnis!
Es geht nicht um die richtige Umsetzung durch die Kinder, sondern um die Erfahrung, dass die sie die korrekte Socke finden und ihre Hände selbstständig einsetzen können.
Wenn jedes Kind 2-mal dran war, endet das Spiel. Lassen Sie die Socken zum Üben gern im Schuhkarton im Gruppenraum.
Variation der Durchführung
- Nutzen Sie das Sockenmonster im Alltag. Für Kinder kann das Zusammenlegen von Socken eine Herausforderung für die Frustrationstoleranz darstellen. Das Sockenmonster lockert die Situation auf und schafft einen spielerischen Bezug.
- Inklusive Anregung:
Das Angebot wird so gestaltet, dass jedes Kind entsprechend seinen Fähigkeiten mitmachen kann. Durch unterschiedlich große Socken, gut erreichbares Material und individuelle Unterstützung in Form von Anleitung, können alle Kinder eine aktive Rolle übernehmen. Auch das Auswählen, Zeigen oder Beobachten durch die Kinder ist wichtig.
Das wird gebraucht
- 9 Sockenpaare
- 1 Schuhkarton
Kleine Ballhelfer und Ballhelferinnen
Bildungsbereich: Soziale- und emotionale Bildung, Körper, Bewegung und Gesundheit
Jedes Kind hilft mit, unterschiedliche Bälle zurück in eine Kiste zu b ...
Vorbereitung
Pusten Sie den Luftballon auf und verknoten Sie ihn. Stellen Sie den Sprungkasten mit der offenen Seite nach oben in die Mitte des Bewegungsraumes und verteilen Sie die Bälle drum herum und durcheinander auf dem Boden.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit 1 Kind im Bewegungsraum.
Zeigen Sie vorab den leeren Kasten. Alle Bälle sollen zurück in die Kiste.
Machen Sie es einmal vor, indem Sie einen Ball zurück in die Kiste legen. Dann ist das Kind an der Reihe. Durch Krabbeln, Robben oder Laufen erreicht das Kind die Bälle. Sie können gerollt oder getragen werden. Das Kind hat die Möglichkeit, den Ball zu greifen und durch die vielseitige Auswahl verschiedene Reize kennenzulernen. Es probiert aktiv und nutzt das Ursache-Wirkungs-Prinzip oder geht nach Versuch und Irrtum vor. Wenn beispielsweise ein Ball zu schwer ist, kann das Kind ihn rollen und das Ziel erreichen. Hier entsteht Raum für Selbstwirksamkeits- und Selbstständigkeitserfahrung!
Wenn das Kind einen Ball zum Kasten gebracht hat, beschreiben Sie zusätzlich den Ball:
- Der Ball ist weich.
- Der Ball ist leicht.
- Der Ball ist klein.
Durch die verbale Begleitung vermitteln Sie zusätzlich Grundlagenwissen.
Wenn alle Bälle im Kasten sind, schauen Sie gemeinsam hinein. Das Kind sieht den sichtbaren Unterschied zwischen dem leeren und dem vollen Kasten und fühlt sich stolz, weil es alle eingesammelt hat!
Wichtig
Achten Sie darauf, dass das Kind barfuß oder mit Rutschsocken teilnimmt, um die Verletzungsgefahr zu reduzieren.
Variation der Durchführung
- Das Angebot kann bei gutem Wetter im Außenbereich durchgeführt werden. Die Naturerfahrung sorgt für einen zusätzlichen Reiz. Verschiedene Untergründe, wie Wiese oder Sand, bieten Raum für Wahrnehmung.
- Inklusive Anregung:
Für Kinder, die nicht laufen oder krabbeln können, wird der Kasten mit den Bällen in greifbare Nähe gestellt.
Das wird gebraucht
- 1 Sprungkasten
- 1 Softball
- 1 Luftballon
- 1 Wuselball
- 1 Ball aus dem Bällebad
Nägel schneiden leicht gemacht
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, Soziale- und emotionale Bildung, Kunst und Gestalten
Manche Kinder reagieren sensibel auf das Schneiden der Fingernägel. Be ...
Vorbereitung
Legen Sie Ihre Hand mit gespreizten Fingern auf die beige und braune Pappe und zeichnen Sie den Umriss Ihrer Hand mit einem Bleistift nach. Schneiden Sie die Hand anschließend aus. Da Ihre Handfläche größer ist als eine Kinderhand, bietet sie den Kindern eine bessere Orientierung und erleichtert die Durchführung des Angebots.
Schneiden Sie aus dem buntem Tonpapier je 5 etwa 2 cm breite Streifen aus. Verwenden Sie dafür ein Lineal und schneiden Sie die Streifen an der langen Seite des Papiers ab.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit 1 Kind am Tisch im Gruppen- oder Kreativraum.
Zuerst sucht sich das Kind eine Papphand und 5 bunte Streifen aus. Gemeinsam werden die Streifen auf die Fingerspitzen geklebt. Sie werden zu den langen „Nägeln“ der Hand. Nach einer kurzen Trocknungszeit beginnt das Schneiden.
Mit der Lernschere darf das Kind die langen Papiernägel kürzen. Dabei schneidet es die Streifen von oben nach unten ab, sodass kleine Papierschnipsel entstehen. Das Kind entscheidet selbst, wie kurz die Nägel werden sollen, und übt dabei den Umgang mit der Schere. Die Lernschere unterstützt die Kinder dabei, entsprechend ihren feinmotorischen Fähigkeiten erste Schneideerfahrungen zu sammeln.
Geben Sie bei Bedarf Hilfestellung, indem Sie die Papphand festhalten.
Die Hand kann in den Portfoliomappen abgeheftet werden.
Ein kreativer Einstieg in die Selbstständigkeit, der den Kindern Spaß an Alltagssituationen vermittelt.
Wichtig
Lassen Sie die Kinder mit der Schere nicht unbeaufsichtigt.
Variation der Durchführung
- Nutzen Sie die Hände der Kinder und zeichnen Sie sie auf den Pappkarton. Mit einer Helferschere können die Kinder sie mit Ihnen gemeinsam ausschneiden. Das schafft noch mehr direkten Bezug zum Kind.
- Inklusive Anregung:
Die Anforderungen werden individuell angepasst, z. B. durch stark vergrößerte Handumrisse, Unterstützung beim Schneiden oder alternative Aufgaben wie Auswählen, Kleben und Gestalten. So erlebt jedes Kind einen Erfolg.
Das wird gebraucht
- je 1 Bogen Pappkarton in Beige und Braun, DIN A3
- 1 Bleistift
- 1 Schere
- 1 Lineal
- je 2 Bögen aus Tonkarton in Rot, Gelb, Grün und Blau, DIN A4
- 1 Helferschere (für die Variante)
- 1 Klebestift
Pro Kind:
- 1 ausgeschnittene Hand (beige oder braun)
- 1 Lernschere, selbstöffnend
Mein erster Führerschein: Das kann ich schon!
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, Soziale- und emotionale Bildung
Die Autonomieentwicklung gehört zu einem wichtigen Meilenstein in der ...
Vorbereitung
Drucken Sie den Selbstständigkeitsführerschein aus und laminieren Sie ihn für eine nachhaltige Stabilität.
So wirds gemacht
Setzen Sie sich mit 1 Kind an einen ruhigen Tisch und überreichen Sie ihm seinen eigenen Selbstständigkeitsführerschein. Schauen Sie sich gemeinsam die Symbole der Aufgaben an und besprechen Sie, was das Kind schon ausprobieren möchte:
- Ich stelle einen Teller auf meinen Platz am Tisch.
- Ich räume ein Spielzeug zurück in eine Kiste.
- Ich wasche meine Hände.
- Ich ziehe meine Hausschuhe an.
Begleiten Sie das Kind im Alltag bei den einzelnen Aufgaben und geben Sie ihm die Möglichkeit, diese selbstständig auszuführen. Wenn das Kind eine Aufgabe geschafft hat, darf es gemeinsam mit Ihnen ein Kästchen mit dem wasserfesten Folienstift abhaken. Dafür ziehen Sie einen Strich durch das Kästchen oder machen ein Kreuz. Nehmen Sie sich Zeit, den Erfolg mit dem Kind zu feiern, und benennen Sie, was es bereits selbstständig geschafft hat:
„Du hast deinen Teller ganz allein hingestellt. Das kannst du schon!“
Jede Aufgabe steht für eine eigene Selbstständigkeitserfahrung. Dabei geht es nicht um eine fehlerfreie Ausführung, sondern darum, dass das Kind ausprobiert und in Handlung kommt. Die Erfahrung steht im Mittelpunkt, nicht der Leistungsdruck.
Die Aufgaben können über mehrere Tage verteilt werden. Wenn alle Aufgaben erfüllt wurden, wird der fertige Selbstständigkeitsführerschein in der Mappe des Kindes abgeheftet.
Wiederholen Sie das Angebot nach und nach mit weiteren Kindern der Gruppe.
Variation der Durchführung
- Greifen Sie die Erfolge der Kinder im Alltag auf und machen Sie ihre Fähigkeiten sichtbar. Wenn ein Kind beispielsweise den Tisch gedeckt hat, benennen Sie seine Stärke und ermutigen Sie es, diese Aufgabe weiterhin zu übernehmen: „Du hast die Teller schon ganz allein auf den Tisch gestellt. Du kannst uns beim Tischdecken helfen.“
Je nach Entwicklungsstand des Kindes steigern Sie die Anforderungen, indem das Kind beispielsweise statt der Hausschuhe die Straßenschuhe anzieht. Passen Sie die Umsetzung an die Fähigkeiten des Kindes an.
- Inklusive Anregung:
Jedes Kind erhält die Möglichkeit, entsprechend seinen eigenen Fähigkeiten seinen Selbstständigkeitsführerschein zu machen. Die Aufgaben werden so angepasst, dass jedes Kind aktiv handeln und ein Erfolgserlebnis erfahren kann. Auch Teilerfolge zählen! Wenn ein Kind beispielsweise die Hausschuhe nicht schließen kann, darf es die vorherigen Schritte selbstständig umsetzen und bekommt dann Hilfestellung. Ein Kind, das einen Teller noch nicht tragen kann, darf sich einen Teller aussuchen, darauf zeigen oder ihn gemeinsam mit Unterstützung zum Tisch schieben. Für Kinder, die Symbole noch nicht sicher verstehen, können anstelle von Bildkarten auch Fotos aus dem echten Kita-Alltag verwendet werden. Diese zeigen die konkrete Handlung oder den Gegenstand und helfen dem Kind, die Aufgabe zu verstehen. Die erreichten Schritte können anschließend auf der Rückseite des Fotos markiert werden.
Das wird gebraucht
- 1 Laminiergerät samt Folie
- 1 wasserfester Folienstift
- 1 Foto von einem Teller, einem Spielzeug, einem Waschbecken und einem Paar Hausschuhe (für die Variante)
Pro Kind:
- 1 Ausdruck aus dem Zusatzmaterial „Selbstständigkeitsführerschein“
- 1 Teller
- 1 Spielzeug
- 1 Kiste
- 1 Waschbecken mit Seifenspender
- 1 Paar Kinderhausschuhe
- ausgedruckte Fotos von den Materialien (für die Variante)
Downloads
- Fr_PKP Oktober 26 ZM U3
Das kann ich schon allein
Bildungsbereich: Sprache & Schrift, Soziale- und emotionale Bildung
Zum Einstieg in die kommende Woche verdeutlichen Sie den Kindern, was ...
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit allen Kindern im Kreis und führen Sie die Kinder mit diesem Angebot zum Wochenthema ein.
Erzählen Sie den Kindern beispielsweise: „Als ich heute Morgen aufgewacht bin, habe ich ganz allein meine Augen aufgemacht und bin aus dem Bett aufgestanden. Ganz ohne Hilfe. Könnt ihr das auch schon allein?“
Sicherlich nicken alle Kinder mit dem Kopf.
„Es gibt bestimmt noch mehr morgens, was ihr allein könnt.“
Jetzt nennen Sie die verschiedenen Tätigkeiten, die die Kinder eventuell schon allein können. Vereinbaren Sie mit den Kindern, dass nach jeder Aussage die Hand gehoben werden darf, um zu zeigen: Das kann ich.
Starten Sie mit den folgenden Aussagen:
- Ich kann schon meine Zähne allein putzen.
- Ich kann mich allein waschen.
- Ich kann mich allein anziehen.
- Ich kann auf einem Bein stehen.
- Ich kann mit dem Kopf nicken.
- Ich kann mir selbst etwas zu trinken holen.
- Ich kann allein entscheiden, womit ich spielen möchte.
- Ich kann sagen, wenn ich Durst habe.
- Ich kann mein Spielzeug allein wegräumen.
- Ich kann eine Schleife binden.
- Ich kann allein einen Turm bauen.
- Ich kann meine Jacke allein anziehen.
- Ich kann um Hilfe bitten, wenn ich etwas noch nicht kann.
Geben Sie einzelnen Kindern den Raum, zu sagen, was sie schon allein können. Wer möchte, kann etwas zu der jeweiligen Tätigkeit erzählen. Zudem sehen die Kinder durch das Heben der Hand, wer es auch schon kann. Gehen Sie individuell auf die Aussagen der Kinder ein. Wenn beispielsweise ein älteres Kind etwas kann und ein jüngeres Kind noch nicht, erklären Sie: „Man muss noch nicht alles können. Du kannst es bald mal ausprobieren und lernen, wie es geht. Dann kannst du es auch bald allein.“
Ermutigen Sie auch die älteren Kinder, den jüngeren Kindern zu erzählen: „Das habe ich auch gerade erst gelernt. Als ich jünger war, konnte ich das auch nicht.“
Vielleicht haben die Kinder Freude daran, sich für die kommende Woche eine Aufgabe zu suchen, die sie lernen möchten. Und vielleicht finden sich Partnerteams, die sich gegenseitig etwas beibringen können. Ältere Kinder können jüngeren Kindern zeigen, wie sie sich ihre Jacke allein anziehen. Aber auch gleichaltrige Kinder können voneinander etwas lernen: Jedes Kind hat unterschiedliche Fertigkeiten, die es einem anderen Kind zeigen kann. Der Malexperte zeigt, wie er ein Auto malt, der Bauexperte, wie er einen besonders hohen Turm baut etc.
Fragen Sie die Kinder, ob sie Freude daran hätten, und unterstützen Sie beim Bilden der Teams.
Das wird gebraucht
Für dieses Angebot brauchen Sie keine weiteren Materialien.
Bewegungsreim: Ich kann das schon
Bildungsbereich: Sprache & Schrift, Soziale- und emotionale Bildung, Körper, Bewegung und Gesundheit
Bei diesem Bewegungsreim bekommen die Kinder schnell Lust, mitzumachen ...
Vorbereitung
Drucken Sie den Bewegungsreim aus dem Zusatzmaterial aus und machen Sie sich mit dem Text und den Bewegungen vertraut.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit allen Kindern im Kreis und laden Sie sie zu einem großartigen Bewegungsreim ein.
Sprechen Sie den Kindern den Reim mit den jeweiligen Bewegungen einmal vor. Natürlich dürfen die Kinder schon direkt mitmachen.
Achten Sie darauf, die einzelnen Zeilen langsam und mit Betonung vorzutragen.
| Text | Bewegungsvorschlag |
| Ich kann hüpfen, 1, 2, 3, | Auf der Stelle 3-mal hüpfen. |
| und ich dreh mich nebenbei! | Einmal um die eigene Achse drehen. |
| Auf einem Bein, das ist doch klar, | Auf einem Bein stehen. |
| ich halte mich – oh wie wunderbar! | Arme seitlich ausstrecken. |
| Ich kann schleichen, ganz leis und sacht, | Auf Zehenspitzen leise schleichen. |
| dass mich keiner hören kann. | Finger vor den Mund legen. |
| Ich kann springen, mach mich groß und klein, | Einmal hochspringen, anschließend in die Hocke gehen. |
| ich probier’s – ich schaff’s allein! | Daumen hoch und auf sich selbst zeigen. |
| Ich kann krabbeln wie ein Tier, | Auf allen Vieren krabbeln. |
| und auch ganz schnell zurück zu dir! | Schnell zum Ausgangspunkt zurücklaufen. |
| Ich kann still steh’n, 1, 2, 3, | Auf „3“ stehen bleiben und einfrieren. |
| und dann geht’s wieder los – juchhei! | Arme nach oben und weiterlaufen/hüpfen. |
| Und klappt mal etwas nicht sofort, | Schultern hochziehen und ratlos schauen. |
| probier ich’s einfach weiter fort! | Schultern hochziehen und ratlos schauen. |
| Ich kann vieles, das ist wahr – | Arme weit zur Seite öffnen. |
| ich schaff das schon! Hurra! | Hochspringen, Arme nach oben strecken. |
| Ich probier’s! | Hände zu Fäusten ballen und nach vorn strecken. |
| Ich bleib dabei! | Füße fest auf den Boden stellen. |
| Ich schaff das schon! | Muskeln zeigen. |
| Und zwar allein! | Auf sich selbst zeigen und nicken. |
Wiederholen Sie den Bewegungsreim einige Male, sodass die Kinder den Text und die Bewegungen verinnerlichen und von Runde zu Runde selbstständiger und aktiver mitmachen können.
Das wird gebraucht
- ausgedrucktes Zusatzmaterial „Ich kann das schon“
Downloads
- Di_Bewegungsreim_PKP Oktober 26 ZM Ü3
Die Rucksackprofis
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, Soziale- und emotionale Bildung
Heute werden die Kinder zu echten Rucksackprofis. Sie überlegen und en ...
Vorbereitung
Sammeln Sie vorbereitend die benötigten Materialien zusammen und legen diese in die Kreismitte.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit 4 Schulkindern im Sitzkreis. Erkunden und benennen Sie gemeinsam mit den Kindern die verschiedenen Gegenstände in der Kreismitte.
Fragen Sie die Kinder, wer morgens seine Kindergartentasche für den Tag packt. Einige Kinder machen dies schon allein, anderen Kindern wird diese Aufgabe abgenommen.
„Stellt euch vor, ihr packt heute eure Kindergartentasche ganz allein. Was packt ihr ein? Was ist jeden Tag in eurer Tasche?“ (Brotdose, Trinkflasche)
Geben Sie einem Kind den Rucksack und lassen Sie es Dinge auswählen, die in den Rucksack gepackt werden.
Unterstützen Sie die Auswahl beispielsweise mit der Frage: „Brauchst du wirklich alles, was hier liegt?“
Alle Kinder dürfen mitüberlegen und helfen, den Rucksack zu packen. Dann wird der Rucksack wieder geleert und Sie stellen den Kindern eine neue Alltagssituation vor:
Ein anderes Kind erhält den Rucksack und Sie sagen: „Stell dir vor, heute ist ein ganz heißer Tag und wir wollen im Kindergarten eine Wasserparty machen. Was packst du in den Rucksack?“ (Badehose, Handtuch, Sonnenhut/Cappy, Trinkflasche, Sonnencreme)
Das Kind wählt die passenden Sachen aus und packt sie in den Rucksack.
Verfahren Sie so auch mit den anderen Alltagssituationen. Es geht nicht zwingend darum, dass die Kinder alles richtig packen, sondern ein Gefühl für bestimmte Alltagssituationen und deren Organisation bekommen. Eigenständiges, vorausschauendes Denken und Handeln werden so spielerisch trainiert, frei nach dem Motto: Erst überlegen, dann packen. Am Ende fühlen die Kinder sich sicherer und bekommen das Gefühl: „Ich kann das schon allein.“
Variation der Durchführung
Ergänzen Sie das Rucksackpacken mit weiteren Situationen, etwa Picknick, Waldtag oder Ähnlichem.
Das wird gebraucht
- 1 Rucksack
Situation 1 (Ein Tag in der Kita):
- 1 Trinkflasche
- 1 Brotdose
- Wechselkleidung
Situation 2 (Wasserparty):
- 1 Badehose
- 1 Badeanzug
- 1 Handtuch
- 1 Sonnenhut/Cappy
- 1 Trinkflasche
- 1 Flasche Sonnencreme
Situation 3 (Turnstunde):
- 1 Paar Turnschuhe
- 1 Trinkflasche
- 1 Handtuch
- bequeme Kleidung (Sportsachen)
Situation 4 (Regenspaziergang)):
- 1 Regenjacke
- 1 Paar Gummistiefel
- 1 Regenschirm
Geheimnisvolle Aufträge
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, Soziale- und emotionale Bildung
Heute sind die Kinder als „Geheimagenten der Selbstständigkeit“ unterw ...
Vorbereitung
Drucken Sie das Zusatzmaterial „Agenten-Aufträge“ aus, schneiden Sie die einzelnen Aufträge auseinander und falten Sie diese zusammen.
Wählen Sie einen Raum zum Aufbauen der einzelnen Stationen, z. B. den Bewegungsraum.
Bauen Sie die Stationen mit etwas Abstand zueinander im Raum auf. Dafür legen Sie einfach die jeweiligen Materialien auf den Boden.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit 5 Kindern im vorbereiteten Raum – halten Sie dabei etwas Abstand zu den Agenten-Stationen.
Zeigen Sie den Kindern die Tasche und wecken Sie ihre Neugier beispielsweise mit folgenden Worten: „In dieser Tasche befinden sich wichtige und geheime Aufträge. Ich brauche deshalb ‚Selbstständigkeitsagenten‘, die mir bei der Lösung der einzelnen Aufträge helfen.“
Motivieren Sie die Kinder, nacheinander einen Zettel aus der Tasche zu ziehen, und lesen Sie den darauf stehenden Auftrag vor.
Sicherlich schauen sich die Kinder schon neugierig im Raum um, ob sie ihre Agenten-Station bereits sehen können.
Wenn alle Kinder einen Auftrag haben, wird die passende Station gesucht. Jedes Kind sagt noch einmal, welchen Auftrag es erhalten hat, und findet dann seinen Arbeitsplatz.
Erklären Sie den Kindern, dass sie zunächst allein versuchen sollen, ihren Auftrag umzusetzen. Wenn ein Kind Hilfe benötigt, kann es Sie fragen.
Ermutigen Sie die Kinder, zunächst allein nach Lösungswegen zu suchen. Wenn einzelne Kinder schnell um Hilfe bitten, ermutigen Sie sie erst einmal dazu, es allein auszuprobieren. Haben die Kinder weiterhin Probleme oder bitten sie erneut um Hilfe, geben Sie durch Fragen eine Lösungsrichtung vor. Bei den Schloss-Agenten könnte beispielsweise ein Tipp oder eine Frage sein: „Möchtest du alle Schlüssel durcheinander ausprobieren oder nimmst du erst einmal nur einen zur Hand?“ (Ausschlussverfahren)
Beobachten Sie die Kinder und unterstützen Sie bei Bedarf, geben Sie jedoch die Lösung nicht vor. Sagen Sie beispielsweise: „Oh, die Becher sind umgefallen. Was könntest du verändern/anders machen/jetzt ausprobieren?“
Somit üben die Kinder ihre Ausdauer und erleben ihre Selbstwirksamkeit.
Ein wichtiger Hinweis: Auch um Hilfe zu bitten, um die Aufgabe dann mit einer angemessenen Hilfestellung zu lösen, ist eine wertvolle Fähigkeit.
Und Sie als Fachkraft dürfen sich vielleicht auch darin üben, Lösungen nicht allzu schnell anzubieten, sondern das Kind in seiner Selbstwirksamkeit zu unterstützen. Frei nach dem Motto: Hilf mir, es selbst zu tun, aber tu es nicht für mich.
Haben alle Kinder ihren Auftrag bewältigt, können die Kinder sich untereinander ihre Lösungen präsentieren. Um die Sprachkompetenzen zu erweitern, ermutigen Sie die älteren Kinder, ihre Präsentation verbal zu begleiten:
- Mein Auftrag war …
- Ich habe es so gemacht …
- Das war leicht, weil …
- Das war schwer, weil …
Jüngere Kinder zeigen, was sie gemacht haben.
Variation der Durchführung
Für Schulkinder: Geben Sie den Kindern die Agenten-Aufträge, ohne vorher Materialien bereitzulegen:
- Baue eine Brücke, unter der ein Auto hindurchpasst.
- Baue einen Turm, der höher als ein Stuhl ist.
Das wird gebraucht
- 1 ausgedrucktes Zusatzmaterial „Agenten-Aufträge“
- 1 Schere
- 1 Tasche/Aktenkoffer
Socken-Agent:
- 5 Sockenpaare in verschiedenen Mustern und Farben
- 1 kleiner Korb
Becher-Agent:
- 6–10 Plastik- oder Pappbecher
Turm-Agenten:
- 10 Bausteine/Duplosteine in gleicher Größe, z. B. 2 blaue, 3 gelbe, 1 roter, 4 grüne Steine
Deckel-Agent:
- 5 verschiedene Plastikgefäße (z. B. Joghurtbecher) mit passendem Deckel
Schloss-Agent
- 5 verschiedene, geschlossene Vorhängeschlösser mit passendem Schlüssel
Meine Medaille
Bildungsbereich: Soziale- und emotionale Bildung, Kunst und Gestalten
Ich suche aus, ich gestalte, ich schaffe das! Mit einem offenen Bastel ...
Vorbereitung
Stellen Sie alle Bastelmaterialien auf einen Tisch im Kreativbereich.
So wirds gemacht
Gehen Sie mit 4 Kindern zum vorbereiteten Basteltisch und laden Sie sie zum Gestalten einer „Ich kann das schon“-Medaille ein.
Die Kinder haben in dieser Woche erlebt, dass sie ganz viele Dinge schon allein können und andere bald lernen werden. Darauf können sie stolz sein.
Geben Sie jedem Kind einen Pappkreis und erzählen Sie, dass sie daraus eine besondere Medaille anfertigen dürfen. Vielleicht denken einige Kinder an eine Sache, die sie schon allein können, und sind besonders stolz darauf. Andere Kinder möchten vielleicht bald was Neues lernen und brauchen eine Mutmachmedaille. Besprechen Sie mit den Kindern die verschiedenen Möglichkeiten. Welche Ideen entwickeln die Kinder?
Jedes Kind gestaltet nach seinen eigenen Vorstellungen, ganz ohne Vorgaben. Sie probieren dabei unterschiedliche Materialien aus und entwickeln eigene Gestaltungsideen.
Beobachten Sie die Kinder beim Tun und greifen Sie nur ein, wenn das Kind allein nicht weiterkommt. Unterstützen Sie dann den Gestaltungsprozess nur mit Fragen, ohne Vorgaben zu machen.
- Welche Farbe soll deine Medaille bekommen?
- Was möchtest du als Nächstes tun?
- Was könntest du ausprobieren?
Fragen Sie die Kinder, ob Sie die Medaille beschriften sollen. Beispielsweise mit:
- Ich kann das
- Ich schaffe das
- Ich lerne das
Sind die Kinder mit ihrer Medaille fertig, bekommt diese ein Loch. Mit Ihrer Unterstützung lochen die Kinder ihre Medaille oberhalb am Rand. Jedes Kind wählt ein Band aus und befestigt es ebenfalls mit Ihrer Hilfe am Loch.
Fertig sind tolle, individuelle Medaillen, die stolz von den Kindern präsentiert werden können. Direkt während des Angebots zeigen sich die Kinder ihre Medaillen untereinander und ältere Kinder können erzählen, warum sie diese Form der Gestaltung gewählt haben.
Variation der Durchführung
Inklusionstipp: Helfen Sie beispielsweise bei der Umsetzung eigener Ideen und führen Sie diese stellvertretend für das Kind aus. So erlebt es sich und seine Selbstwirksamkeit ebenfalls.
Das wird gebraucht
- 4 runde Pappkreise, ca. 8–10 cm
- 4 Streifen Geschenkband, ca. 30 × 2 cm
- 2–4 Bögen Tonpapier in verschiedenen Farben
- Filzreste
- 1 Packung Wachsmalstifte/Buntstifte
- verschiedene Bastelmaterialien, wie z. B.
- 1 Schale Pompons
- 10 verschiedenfarbige Pfeifenputzer
- 1 Schale bunter Knöpfe
- 1 Schale Glitzerpapierstücke
- 1 Locher
Pro Kind:
- 1 Bastelschere
- 1 Klebestift
1–3 Jahre
3–6 Jahre