Montag
Wochenplan 07.09 - 13.09.2026
Tasten und fühlen
In dieser Woche dreht sich alles um das Tasten und Fühlen. Dabei entdecken die Kinder ihre Umwelt nicht nur mit den Händen, sondern fühlen mit ihrem ganzen Körper! Sie erkunden verschiedene Materialien, Oberflächen und Naturgegenstände und nehmen Unterschiede wahr. Durch vielseitige Sinneserfahrungen regen Sie die Kinder an, Materialien mit dem Körper neugierig zu erforschen und zu entdecken. Das unterstützt die Entwicklung der Körper- und Sinneswahrnehmung. Gleichzeitig erleben die Kinder ihre Umwelt auf eine intensive und unmittelbare Weise und stärken ihr Vertrauen in den eigenen Körper. Im Mittelpunkt stehen das selbstständige Entdecken, das gemeinsame Erleben und die Freude am Forschen mit allen Sinnen. Diese und weitere Praxisangebote zum Thema „Tasten und Fühlen“ finden Sie im neuen Wochenplan.
Angebote des Wochenplans
U3 Kinder 1–3 Jahre
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Montag
Die Kinder werden diese tollen Überraschungskissen zum Spielen lieben. ... -
Dienstag
Überraschungsrohr
Es wird gestaunt, gefühlt und mit Spannung erwartet, was aus der Fühlr ... -
Mittwoch
Unsichtbare Fühlstraße
Gestalten Sie für die Kinder eine unsichtbare Fühlstraße und ermöglich ... -
Donnerstag
Sinnesreifen
Ein Gymnastikreifen mit verschiedenen Stoffstreifen wird zu einem Sinn ... -
Freitag
Tasttheater
Bei diesem tollen Tasttheater begegnen sich die Kinder nicht mit den A ...
Ü3 Kinder 3–6 Jahre
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Das Socken-Tastmemory
Tastspiele fördern die Sinneswahrnehmung der Kinder und sind ein wicht ...
Montag
-
Körperreise: Der Krabbelkäfer
Der kleine Krabbelkäfer geht heute auf Körperreise! Mithilfe eines ein ...
Dienstag
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Fühlwiese aus bunten Blumen
Die Kinder ertasten Blumen aus verschiedenen Materialien. Dabei sammel ...
Mittwoch
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Gartenwichtel-Naturschatzsuche
Der Gartenwichtel hat seine wichtigsten Naturmaterialien verloren! Dur ...
Donnerstag
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Augen zu, was fühl ich da?
Die Kinder ertasten Materialien und versuchen herauszufinden, um welch ...
Freitag
Tolle Überraschungskissen zum Fühlen
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration
Die Kinder werden diese tollen Überraschungskissen zum Spielen lieben. ...
Vorbereitung
Die Verwendung von gleichfarbigen und gleichgroßen Kissen ist ideal für dieses Angebot. Aber um Kosten zu sparen, können Sie auch bereits vorhandene Kissenbezüge nutzen, selbst wenn diese sich unterscheiden. So oder so sind die Fühlkissen ein tolles Wahrnehmungserlebnis.
Befüllen Sie jeden Kissenbezug mit einem anderen Material und verschließen Sie ihn. Füllen Sie die Kissen nur zu 60 bis 70 %, damit die Kinder das Material später noch kneten, ertasten und verschieben können. Überprüfen Sie alle Kissen auf Beschädigungen und stellen Sie sicher, dass keine Füllung austreten kann.
Legen Sie die Kissen in den Korb.
So wirds gemacht
Setzen Sie sich mit 4 bis 6 Kindern im Kreis auf den Boden. Stellen Sie den Korb mit den Kissen in die Kreismitte. Sagen Sie beispielsweise: „Heute habe ich euch Überraschungskissen mitgebracht. Sie sehen alle gleich/ähnlich aus, aber keines fühlt sich wie das andere an.“
Nehmen Sie ein Kissen aus dem Korb und drücken Sie es langsam mit beiden Händen. Verbalisieren Sie Ihre Wahrnehmung: „Dieses Kissen fühlt sich ganz weich an.“ Nehmen Sie ein weiteres Kissen aus dem Korb und sagen Sie: „Dieses Kissen ist viel schwerer.“
Verteilen Sie nach diesem Vorgehen an jedes Kind ein Kissen und geben Sie ihnen Zeit zum eigenständigen Erkunden. Fordern Sie die Kinder nicht zum Benennen auf, sondern laden Sie zum Entdecken ein: „Kannst du das Kissen kneten/drücken? Wie fühlt sich das Kissen an? Ist es eher leicht oder schwer?“
Wenn die Kinder ihr Kissen ausreichend erforscht haben, tauschen sie untereinander die Kissen.
„Jetzt habt ihr ein anderes Kissen. Wie fühlt sich das an? Fühlst du einen Unterschied?“
Die Kinder erforschen nach und nach die unterschiedlichen Kissen. Dabei werden diese geknetet, gedrückt und auch geschüttelt, denn alle Kissen klingen auch unterschiedlich.
Sicherlich entwickeln die Kinder eigene Spielideen mit den Kissen. Beispiele dafür sind:
- an das Nachbarkind weitergeben
- über den Boden schieben
- auch sich gegenseitig zuwerfen (Erlauben Sie dies nur mit den leichteren Kissen, bei denen keine Verletzungsgefahr besteht.)
Motivieren Sie die Kinder, einen Kissenturm zu bauen. Dabei stellen sie fest: Schwere Kissen liegen stabiler und leichte Kissen rutschen leichter.
Für einen ruhigen und achtsamen Abschluss wählt jedes Kind ein Kissen aus und legt es sich auf seinen Bauch, die Beine oder auch auf die Hände.
„Spüre, wie das Kissen auf deinem Körper liegt, und entspanne dabei. Wenn du genug hast, sag deinem Kissen Tschüss und lege es in den Korb zurück.“
Variation der Durchführung
- Inklusionstipp: Gerade schwere Kissen können Kinder beim Entspannen und ruhigen Sitzen unterstützen. Ähnlich wie eine Gewichtsdecke reguliert ein schweres Kissen auf den Beinen das Nervensystem. Nutzen Sie dies beispielsweise im Sitzkreis.
- Mit Bohnen gefüllte Kissen eignen sich, um unruhige Hände zu beschäftigen.
- Alle Kissen eignen sich zur Körperwahrnehmung. Dazu gehen Sie wie folgt vor: Ein Kind liegt auf dem Boden und wird mit den Kissen bedeckt. Es spürt verschiedene Gewichte auf seinen Körperstellen.
Das wird gebraucht
- 1 Korb für die Kissen
- 4–6 Kissenbezüge mit Reißverschluss in einer einheitlichen Farbe und Größe (ca. 15 × 15 cm)
Alternativ können Sie auch Kissen in verschiedenen Farben und Größen wählen. - Verschiedene Füllmaterialien für die Kissen, wie z. B.:
- 30 g Watte
- 200 g Bohnen
- 4 Bögen Knisterfolie
- 150 g Holzperlen (2–3 cm)
- 250 g Reis
- 300 g Sand (beim Sand einen zusätzlichen Innenbeutel, wie z. B. Gefrierbeutel, verwenden)
Tipp: Fragen Sie Eltern nach abgelaufenem Reis, Bohnen etc., um keine Lebensmittel zu verschwenden.
Überraschungsrohr
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration
Es wird gestaunt, gefühlt und mit Spannung erwartet, was aus der Fühlr ...
Vorbereitung
Besorgen Sie eine Papprolle und verschiedene Gegenstände, die durch die Rolle passen. Befüllen Sie einen Korb mit den ausgewählten Gegenständen.
So wirds gemacht
Setzen Sie sich mit einem Kind auf den Boden und zeigen Sie ihm den Korb mit den vorbereiteten Gegenständen. Geben Sie ihm Zeit, die einzelnen Gegenstände zu erkunden.
Beobachten Sie das Verhalten des Kindes. Ist es motiviert, die einzelnen Gegenstände zu greifen und zu ertasten? Alternativ reichen Sie ihm einzelne Gegenstände.
Nehmen Sie die Pappröhre mit dazu. Zeigen Sie diese dem Kind und lassen Sie es beispielsweise durch die Öffnung schauen u. Ä.
Halten Sie das Papprohr schräg und an einem Ende etwas erhöht, sodass ein Fallweg entsteht.
Wählen Sie zunächst einen leichten, weichen Gegenstand, z. B. den Pompon, und lassen Sie diesen vom oberen Ende der Fühlrutsche nach unten fallen. Das Kind kann das Geschehen beobachten und kennenlernen. Das ist wichtig, damit es auf den nächsten Schritt vorbereitet ist.
Setzen Sie sich gegenüber vom Kind und lassen Sie die Gegenstände einzeln und nacheinander durch die Fühlrutsche gleiten, sodass diese direkt beim Kind ankommen.
Begleiten Sie das Spiel mit der Stimme. Sagen Sie beispielsweise: „Ui, die Feder ist verschwunden. Gleich kommt sie direkt zu dir. Aufgepasst!“
Ist die Feder beim Kind angekommen, freuen Sie sich gemeinsam mit dem Kind.
Verfahren Sie mit den anderen Materialien genauso. Steigern Sie die Spannung, indem das Kind nicht sehen kann, was Sie als Nächstes durch die Fühlrutsche fallen lassen.
Die „gelandeten Materialien“ können die Kinder, evtl. mit Ihrer Unterstützung, in den leeren Korb legen.
Ältere Kinder freuen sich über einen Rollentausch und lassen auch Gegenstände in die Fühlrutsche gleiten.
Wichtig
Achten Sie darauf, dass keine Gegenstände in den Mund genommen werden, und lassen Sie die Kleinkinder nicht unbeaufsichtigt.
Variation der Durchführung
Für jüngere Kinder wählen Sie nur 2 bis 3 größere, weiche Gegenstände aus. Ältere Kinder können die Röhre selbst befüllen oder auch die Materialien nach verschiedenen Eigenschaften wie weich und hart bzw. leicht und schwer sortieren.
Das wird gebraucht
- 1 Papprolle (Versandhülse) mind. 1 m lang und mit einem Durchmesser von etwa 10–15 cm
(Die Rolle muss an beiden Enden zu öffnen sein) - 1 Korb mit verschiedenen Gegenständen gefüllt (sie müssen alle durch das Rohr passen), wie z. B.:
- 1 Pompon
- 1 Schwamm (evtl. zuschneiden)
- 1 Feder
- 1 Korken
- 1 Spielzeugauto
- 1 Stück Luftpolsterfolie
- 1 leerer Korb
Unsichtbare Fühlstraße
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration
Gestalten Sie für die Kinder eine unsichtbare Fühlstraße und ermöglich ...
Vorbereitung
Legen Sie die ausgewählten Materialien auf den Boden. Achten Sie darauf, dass die Fläche der ausgelegten Materialien kleiner als die verwendete Decke ist, sodass alle Materialien unter der Decke liegen können. Fixieren Sie die einzelnen Materialien jeweils mit einem Stück Klebeband auf dem Boden.
Legen Sie die Decke über die Materialien auf den Boden.
So wirds gemacht
Gehen Sie mit 2 bis 3 Kindern zum vorbereiteten Platz. Wecken Sie die Neugierde der Kinder und erzählen Sie, dass sich unter der Decke etwas versteckt hat. Dieses Geheimnis darf aber nicht mit den Augen entdeckt werden, sondern nur mit den Händen und Füßen.
Legen Sie Ihre Hand auf die Decke und beschreiben Sie, was Sie fühlen: „An dieser Stelle fühlt es sich weich und flach an.“ Wandern Sie mit Ihrer Hand weiter: „Oh, hier wird es plötzlich etwas holprig.“
Motivieren Sie die Kinder, ebenfalls mit ihren Händen die verschiedenen Stellen der Decke zu erkunden.
Trauen sich die Kinder, auch über die Decke zu laufen? Zunächst gehen Sie langsam barfuß über die Decke und beschreiben mit einfachen Worten, was Sie wahrnehmen: „Hier ist es ganz weich und glatt. An dieser Stelle ist eine kleine Erhebung …“
Die Kinder dürfen nacheinander ebenfalls barfuß über die Decke gehen oder krabbeln.
Unterstützen Sie einzelne Kinder bei Bedarf, indem Sie sie an die Hand nehmen oder auf Unebenheiten aufmerksam machen. Das gibt ihnen die benötigte Sicherheit und stärkt auch das Vertrauen.
Die Kinder entdecken die Tastdecke im Sitzen, Liegen, Gehen, Krabbeln. Beobachten Sie die Kinder aufmerksam und verbalisieren Sie Ihre Beobachtungen.
Entwickeln die Kinder schon Vermutungen, was sich unter der Decke befinden könnte?
Lüften Sie das Geheimnis und entfernen Sie die Decke. Jetzt sind alle Materialien sichtbar und die Kinder können einen Zusammenhang zu den zuvor gemachten Materialien herstellen. Dafür fassen sie die verschiedenen Materialien erneut an.
„Hier war das weiche Fell/der harte Stock/die knisternde Folie.“
Abschließend dürfen die Kinder sich ihre Lieblingsstelle aussuchen und diese noch einmal sehend erfühlen.
Wichtig
Bei Kindern von 1 bis 2 Jahren steht das Erleben im Vordergrund. 2- bis 3-jährige Kinder können einzelne Wahrnehmungen oftmals schon benennen.
Das wird gebraucht
- 1 große Wolldecke
- verschiedene Materialien zum Verteilen unter der Decke, wie z. B.: 1 Seil, 1 Schwamm, 1 Stück Luftpolsterfolie, 1 Schaumstoffstück, 1 dünne Holzleiste/Stock, 1 flaches Kissen
- Klebeband zum Fixieren
Sinnesreifen
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration
Ein Gymnastikreifen mit verschiedenen Stoffstreifen wird zu einem Sinn ...
Vorbereitung
Schneiden Sie aus verschiedenen Materialien ca. 20 (60–80 cm lange) Streifen zu. Befestigen Sie die Enden der Streifen fest an dem Reifen, sodass diese noch ca. 50 cm nach unten hängen. Je nach Material können Sie ein Ende am Reifen fest verknoten, annähen oder einen Tacker zur Befestigung nutzen.
So wirds gemacht
Nehmen Sie den fertigen Reifen und gehen Sie zu 2 bis 3 Kindern. Zeigen Sie den Kindern den Reifen und beobachten Sie ihre Reaktion. Die Neugierde der Kinder ist sicherlich geweckt und sie möchten näherkommen und den Sinnesreifen entdecken.
Motivieren Sie die Kinder, durch die herunterhängenden Streifen hindurchzukrabbeln oder zu laufen. Sie berühren die Materialien zufällig mit Kopf, Armen, Händen oder auch dem Rücken, was eine besondere Form des Tastens ist.
Halten Sie den Reifen so, dass ein Kind in den Innenraum des Reifens hineingehen oder krabbeln kann. Bewegen Sie den Reifen leicht, sodass das Kind leicht berührt wird.
Kann das Kind noch nicht laufen, setzen oder legen Sie es auf den Boden und halten Sie den Reifen über dem Kind.
Beobachten Sie das Kind und seine Reaktionen. Begleiten Sie Ihre Beobachtungen verbal, z. B.: „So viele schöne Zauberstreifen, die um dich herumtanzen und sich leicht im Wind bewegen“ oder „Der Stoff streift deinen Arm ganz sanft.“
Das Halten des Reifens ermöglicht es Ihnen, individuell auf die verschiedenen Kinder einzugehen und die Höhe des Reifens anzupassen. Die Kinder wollen nach den Streifen greifen und diese erkunden. Durch Ihre Begleitung ist dies möglich.
Variation der Durchführung
- Wählen Sie einen geeigneten Platz und hängen Sie den Reifen auf Kinderhöhe auf. Stellen Sie sicher, dass die Streifen nicht abgehen können, und/oder lassen Sie die Kinder nicht unbeaufsichtigt in dem Sinnesreifen spielen.
- Inklusionstipp: Unruhige Kinder können sich unter den Reifen legen und zur Ruhe kommen. Bei Bedarf können Sie noch beruhigende Klänge/Musik abspielen.
Das wird gebraucht
- 1 Gymnastikreifen
- 20 ca. 80 cm lange Streifen aus verschiedenen Materialien, wie z. B. Satinbänder, Stoffstreifen, Plastikstreifen, Filzstreifen, Baumwollkordeln, Luftpolsterfolie
- 1 Schere
- Nähmaterial
- 1 Tacker
- 3–5 Bänder zum Befestigen des Reifens
Tasttheater
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, Soziale- und emotionale Bildung
Bei diesem tollen Tasttheater begegnen sich die Kinder nicht mit den A ...
Vorbereitung
Bereiten Sie das Tasttheater folgendermaßen vor: Schneiden Sie mit der Schere im unteren Bereich des Tuches 4 bis 6 Öffnungen (ca. 10 cm Durchmesser). Achten Sie bei der Größe der Löcher darauf, dass kleine Kinderhände durchgreifen können. Bei der Materialauswahl der Gegenstände achten Sie ebenfalls darauf, dass diese durch die Löcher passen, jedoch groß genug sind, dass keine Verschluckungsgefahr besteht.
Spannen Sie den Vorhang – also das Laken – so im Raum mit der Wäscheleine auf, dass die Kinder auf beiden Seiten des Tasttheaters Platz zum Sitzen haben.
So wirds gemacht
Nehmen Sie 2 Kinder mit zum vorbereiteten Tasttheater. Die Kinder nehmen jeweils auf einer Seite der Stoffwand Platz.
Während des Angebots sitzen Sie seitlich, sodass Sie beide Kinder gut begleiten können. Alternativ bitten Sie eine Kollegin um Unterstützung, damit jedes Kind eine Begleitung an seiner Seite hat.
Motivieren Sie die Kinder, ihre Hände durch die Öffnungen zu stecken und mit dem anderen Kind in Kontakt zu treten.
Einige Kinder möchten vielleicht auch erst einmal durch die Öffnungen schauen. Dies kann ihnen die benötigte Sicherheit vermitteln.
Stellen Sie auf jede Seite des Vorhangs einen Korb mit 3 bis 4 Gegenständen.
Sicherlich wollen die Kinder die Gegenstände erst einmal erkunden und ertasten.
Geben Sie einem Kind einen Gegenstand in die Hand und zeigen Sie, wie es den Gegenstand durch die Öffnung an das andere Kind weitergibt.
Die Kinder reichen sich abwechselnd die Gegenstände durch die Öffnungen. Dabei üben sie das Weitergeben und Loslassen, aber auch das Empfangen. Besonders beim Empfangen ist die Spannung groß: Durch welche Öffnung kommt wohl ein Gegenstand?
Begleiten Sie das Miteinander verbal, je nach Alter der Kinder. Benennen Sie beispielsweise einfache Merkmale: „Oh, schau mal, da kommt etwas Weiches/Rundes durch das Loch.“
Ältere Kinder können Sie motivieren, einzelne Merkmale zu benennen.
Wichtig
Wählen Sie die Materialien so aus, dass keine Verschluckungsgefahr besteht.
Das wird gebraucht
- 1 Duschvorhang/Bettlaken
- 1 Wäscheleine/Band
- verschiedene Gegenstände, wie z. B. 1 kleinen Ball, 1 Wollknäuel, 1 Spielzeugauto, 1 Rassel, 1 Holzring, 1 Feder, 1 Korken, 1 Stück Schwamm etc.
- 2 kleine Körbe
- 1 Schere
Für die Variante:
- 1 Kartondeckel, ca. 30–50 cm groß
- 1 Cuttermesser
- Klebeband
Das Socken-Tastmemory
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration
Tastspiele fördern die Sinneswahrnehmung der Kinder und sind ein wicht ...
Vorbereitung
Suchen Sie vorab in Ihrer Kita nach Einzelsocken oder alten Socken, die für das Angebot nutzbar sind. Es sollten keine Löcher in den Socken sein. Beziehen Sie bei Bedarf die Eltern mit ein. Wichtig ist, dass Sie möglichst unterschiedlich große und bunte Socken sammeln.
Zerschneiden Sie die Rettungsdecke in 2 Teile und stecken Sie je ein Stück in jede Socke eines Sockenpaares. Verteilen Sie die restlichen Materialien gleichmäßig in den Socken, sodass immer 2 Socken bis zur Hälfte identisch befüllt sind. Dann die Enden gut verknoten und mit einem Gummiband fixieren. Dadurch verhindern Sie, dass der Knoten schnell aufgeht.
Legen Sie die 2 gleich gefüllten Socken nebeneinander und machen Sie ein Foto von jedem Sockenpaar. Drucken Sie die Fotos aus. Sie dienen später zur Auflösung, damit die Socken nicht nach jeder Runde geöffnet und geschlossen werden müssen.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit 1 Kind am Tisch und legen Sie die Socken vor das Kind. Jetzt mischt das Kind alles durcheinander.
Das Kind kann zunächst tasten und staunen. Beobachten Sie das Kind: Welche Socke fasziniert das Kind? Reguliert sich das Kind bei einem bestimmten Material? Legt es eine Socke direkt wieder weg? Fragen Sie gezielt, ob sich etwas hart oder weich anfühlt. Das unterstützt die Entwicklung der Fähigkeit, Reize voneinander zu unterscheiden.
Jetzt hat das Kind die Aufgabe, die korrekten Paare durch Tasten zu finden. Wenn das Kind denkt, dass es ein Paar gefunden hat, legt es die beiden Socken nebeneinander. Am Ende halten Sie nacheinander die Fotos hoch und überprüfen gemeinsam, ob das Kind richtigliegt.
Fragen Sie, ob das Kind eine Idee vom Inhalt der Socken hat. Lösen Sie hier zusätzlich auf, indem Sie das passende Foto des Sockenpaares zeigen.
Schaffen Sie einen Raum für spielerische Sinneserfahrung!
Wichtig
Achten Sie darauf, dass die Socken gut verschlossen sind und die Materialien nicht herausfallen.
Variation der Durchführung
- Die Socken eignen sich sehr gut für Meditation und Körpermassagen und sind im Kita-Alltag individuell einsetzbar. Wandern Sie mit der Socke beispielsweise von Kopf bis Fuß und streifen Sie über die Körperteile des Kindes. Achten Sie hierbei unbedingt auf Grenzen.
- Inklusive Anregung:
Kinder mit geringer Aufmerksamkeitsspanne können eine einzelne Socke zur Stressregulation nutzen. Beispielsweise beim Abwarten im Morgenkreis. Besprechen Sie hier unbedingt vorab die Regeln im Umgang, denn die Socke sollte in diesem Kontext nicht als Wurfmaterial oder zur Spielanimation dienen.
Überreizte Kinder können das Angebot in einem reizarmen Raum durchführen. Durch Tasten, Kneten und Wahrnehmen kann die Selbstregulation unterstützt werden.
Das wird gebraucht
- 10 alte Socken
- 10 Stücke Watte
- 1 Stück Rettungsdecke, etwa ein Viertel davon
- 2 Stücke Stoffreste
- 6 Korken
- Sand (Menge entsprechend der Größe der Socken)
- 10 Gummis
- 1 Schere
- 1 Fotoapparat
Körperreise: Der Krabbelkäfer
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, Körper, Bewegung und Gesundheit
Der kleine Krabbelkäfer geht heute auf Körperreise! Mithilfe eines ein ...
Vorbereitung
Lernen Sie den Reim auswendig – so können Sie sich bei der Durchführung besser auf die Interaktion mit den Kindern konzentrieren.
Legen Sie die Sitzkissen in einem ruhigen Nebenraum im Kreis auf den Boden.
So wirds gemacht
Treffen Sie sich mit 6 Kindern im Sitzkreis. Wer möchte, darf gern die Socken ausziehen, denn das intensiviert das Wahrnehmungserlebnis!
Achten Sie darauf, dass alle Kinder uneingeschränkte Sicht auf Sie haben.
Verteilen Sie an jedes Kind einen Wuselball. Sie machen die Bewegungen während der Durchführung mit dem eigenen Körper vor. Das hilft den Kindern bei der Orientierung. Sprechen Sie den Reim mit den entsprechenden Bewegungen langsam vor. Die Kinder imitieren Ihre Handlungen:
| Text | Körperwahrnehmung |
| Der Krabbelkäfer krabbelt fein. Und lädt dich zu einer Reise ein. |
Wuselball mit beiden Händen sanft gegen die Brust drücken. |
| Der Krabbelkäfer krabbelt auf die Hand. Er bleibt liegen und ist entspannt. | Wuselball in die rechte Handinnenfläche legen und 5 Sekunden abwarten. |
| Der Krabbelkäfer krabbelt den Arm hinauf. Ganz langsam nimmt die Reise ihren Lauf. |
Wuselball von der Hand über den rechten Arm bis zu den Schultern nach oben führen und mit leichtem Druck reiben. |
| Der Krabbelkäfer krabbelt auf dem anderen Arm hinunter. Das macht ihn sehr munter. |
Wuselball von der Schulter aus über den linken Arm bis zu den Fingerspitzen hinunterführen und mit leichtem Druck reiben. |
| Der Krabbelkäfer reist zum Bauch.
Rollen im Kreis, das mag er auch. |
Wuselball über den linken Arm nach oben zum Bauch führen. In kreisenden Bewegungen über den Bauch rollen. |
| Er wandert weiter, Stück für Stück.
Über die Beine, zu den Füßen und wieder zurück. |
Wuselball mit leichten Druckbewegungen (tippsen) am rechten Bein hinunterführen. Den Spann und dann die Fußsohlen „kitzeln“. Dann am linken Bein wiederholen. |
| Nun wird der Krabbelkäfer müde und reist zurück.
Er kuschelt sich in die Hände ein und fühlt das Körperreiseglück. |
Wuselball mit beiden Händen festhalten und sanft zusammendrücken.
Augen schließen und 10 Sekunden warten. |
Der Wuselball bietet durch seine Fasern ein taktiles Erlebnis. Die Reize regen die Körperwahrnehmung an und die Kinder richten ihre Aufmerksamkeit bewusst auf die einzelnen Körperbereiche.
Wichtig
Achten Sie auf ein deutlich verlangsamtes Sprechtempo, damit ausreichend Raum für die Körperwahrnehmung entsteht.
Variation der Durchführung
- Beobachten Sie die Kinder und nutzen Sie das Angebot gezielt. Beispielsweise als Ausklang nach einer Bewegungsaktivität.
- Inklusive Anregung:
Der Wuselball lädt zum Spüren, Entdecken und Mitmachen ein. Kinder dürfen selbst entscheiden, ob er als Käfer über ihren Körper wandert oder ob sie die eigenen Hände nutzen möchten. Aktive oder schnell reizüberflutete Kinder können durch die Entspannung zur Ruhe kommen. Die strukturierte Vorgehensweise vermittelt Vorhersehbarkeit und Kontrolle. Das kann Kindern bei der Selbstregulation helfen.
Das wird gebraucht
- 1 Ausdruck des Zusatzmaterials „Der kleine Krabbelkäfer“
Pro Kind:
- 1 Sitzkissen
- 1 Wuselball
Downloads
- Di_PKP September 26 ZM Ü3
Fühlwiese aus bunten Blumen
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, Kunst und Gestalten
Die Kinder ertasten Blumen aus verschiedenen Materialien. Dabei sammel ...
Vorbereitung
Schneiden Sie die Blüte aus der ausgedruckten Vorlage aus. Übertragen Sie sie mithilfe des Bleistiftes je einmal auf die Wellpappe, den Filz und das Schleifpapier und 3-mal auf die dicke Pappe.
Die Kinder dürfen beim Ausschneiden helfen. Das fördert die Feinmotorik und die Hand-Auge-Koordination.
Auf die aus Pappe ausgeschnittenen Blüten kommt je ein unterschiedliches Tastmaterial. Beziehen Sie beim Kleben gern die Kinder ein. Sie kleben jeweils Watte, Federn und Pompons auf die 3 Blüten.
Legen Sie alle 6 Blumen in den offenen Schuhkarton und legen Sie ein Tuch zum Abdecken darüber. Stellen Sie den Karton auf einen Tisch im Gruppen- oder Nebenraum.
So wirds gemacht
Versammeln Sie sich mit 2 Kindern am Tisch.
Legen Sie die grüne Pappe auf den Tisch und sagen Sie, dass die Blumenwiese leider noch leer ist. Sie brauchen die Hilfe der Kinder, damit sie bunt blüht. Das motiviert die Kinder zur Mitarbeit!
Jetzt ziehen die Kinder nacheinander und abwechselnd vorsichtig eine Blume aus dem abgedeckten Karton. Dafür greifen sie mit geschlossenen Augen hinein und tasten. Fragen Sie das Kind, ob es spürt, ob die Blume sich hart, weich, rau oder glatt anfühlt. Vielleicht hat das Kind auch eine Idee, aus welchem Material die Blume sein könnte.
Dann zieht es die Blume heraus und legt sie auf die Blumenwiese. Dann ist das nächste Kind an der Reihe. Kleben Sie die einzelnen Blumen auf die grüne Pappe, so entsteht nach und nach eine Wiese voller individueller Blumen.
Wenn alle Blumen „gepflanzt“, also aufgeklebt, sind, bestaunen Sie das gemeinsame Werk. Durch die Zusammenarbeit haben die Kinder gemeinsam die bunte Blumenwiese bepflanzt! Das stärkt zusätzlich das Teamgefühl und sozial-emotionale Kompetenzen.
Hängen Sie die Blumenwiese in greifbarer Höhe an die Wand. So können die Kinder jederzeit daran fühlen.
Variation der Durchführung
Basteln Sie jede Blume 2-mal und spielen Sie ein Fühlblumen-Memory! Dafür werden die Blüten mit der beklebten Seite nach unten gemischt und auf dem Tisch verteilt. Dann verfahren Sie nach den Regeln des klassischen Memory-Spiels.
Inklusive Anregung:
Beobachten Sie das Gruppengeschehen und bilden Sie dementsprechend die Spielpartner. So können extrovertierte Kinder mit introvertierten Kindern in Kontakt kommen, was das Gruppengefühl stärkt.
Kinder mit Sehbeeinträchtigung können die Blumen besonders über den Tastsinn entdecken. Durch die unterschiedlichen Materialien erhalten sie klare taktile Rückmeldungen: weich, glatt, rau, fest oder knisternd. Beschreiben Sie zusätzlich sprachlich, was das Kind ertastet, und unterstützen Sie es dabei, die eigene Wahrnehmung auszudrücken. Bei Bedarf können Sie größere Blumen nutzen. Auch das gemeinsame Platzieren mit Ihnen oder einem anderen Kind ermöglicht aktive Teilhabe für motorisch eingeschränkte Kinder.
Kinder mit sprachlichen Entwicklungsverzögerungen können ihre Wahrnehmung auch ohne Worte deutlich machen, zum Beispiel durch Mimik, Gestik, Zeigen oder die Auswahl einer Blume ohne abgedeckten Karton. Begleiten Sie die Handlung sprachlich: „Du hast etwas Weiches gefunden.“ „Deine Blume fühlt sich glatt an.“ „Du legst deine Blume auf die Wiese.“ Jede Art des Entdeckens ist wertvoll. Durch die gemeinsame Gestaltung der Blumenwiese erfahren die Kinder Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und Selbstwirksamkeit.
Das wird gebraucht
- 1 Ausdruck des Zusatzmaterials „Blumen“
- 1 Schuhkarton
- 1 Tuch zum Abdecken
- 1 Bleistift
- 1 Schere
- Flüssigkleber
- 1 Bogen grüner Pappkarton, in DIN A3
- 1 Bogen dicker Pappkarton, in DIN A4
- 1 Bogen Wellpappe, in DIN A5
- 4 Stücke Watte
- 1 Bogen Filz, in DIN A5
- 4 Federn
- 1 Bogen Schleifpapier, in DIN A5
- 6 Pompons
Pro Kind:
- 1 Schere
- Flüssigkleber
Downloads
- Mi_PKP September 26 ZM Ü3
Gartenwichtel-Naturschatzsuche
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, Körper, Bewegung und Gesundheit
Der Gartenwichtel hat seine wichtigsten Naturmaterialien verloren! Dur ...
Vorbereitung
Verstecken Sie 1 Kastanie, 1 Stück Moos, 1 Tannenzapfen, 1 Stein, 1 Stück Rinde und 1 Blatt im Außenbereich der Kita. Achten Sie darauf, die Verstecke so zu wählen, dass vielseitige Körperreize angesprochen werden, also beispielsweise im Sandkasten, im Gras, im Kies oder auf einem Spielgerät.
Legen Sie die restlichen Materialien in den Schuhkarton.
So wirds gemacht
Versammeln Sie sich mit 3 Kindern im Stehkreis im Außenbereich. Jedes Kind darf barfuß teilnehmen – das intensiviert die Wahrnehmung.
Erzählen Sie, dass der Gartenwichtel seine Naturmaterialien verloren hat. Er braucht die Hilfe der Kinder, um sie zu finden. Das animiert die Gruppe zur Mitarbeit.
Stellen Sie den Schuhkarton in die Mitte des Kreises und benennen Sie einmal alle Materialien. Durch die Visualisierung veranschaulichen Sie die Aufgabe zusätzlich und das bietet Orientierung für die Gruppe.
Ein Kind meldet sich freiwillig und zieht eines der Materialien aus dem Karton. Jetzt muss es das jeweilige Gegenstück im Außenbereich suchen. Wenn das Naturmaterial gefunden wurde, legt das Kind es in den Schuhkarton. Dann ist das nächste Kind an der Reihe. Wenn alle Materialien gefunden wurden, bedankt sich der Wichtel für die Hilfe!
Falls die Kinder bei der Suche Unterstützung benötigen, dürfen sie auch gemeinsam mit einem weiteren Kind suchen oder Sie geben Tipps wie „warm“ oder „kalt“.
Auf der Suche sammeln die Kinder jede Menge Sinneserfahrungen und lernen Wahrnehmung ganzheitlich kennen!
Variation der Durchführung
Verstecken Sie je 2 gleiche Naturmaterialien. Die Kinder müssen in Zweierteams auf die Suche gehen. Das stärkt sozial-emotionale Kompetenzen.
Variieren Sie die Anzahl, etwa 4 Steine, 3 Stücke Rinde, 6 Blätter, und sagen Sie an, wie viel vom Material gesucht wird. Das fördert das Mengenverständnis der Kinder.
Inklusive Anregung:
Die Teilnahme erfolgt entsprechend den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen der Kinder. Bei Bedarf kann die Suche gemeinsam mit einer Begleitperson erfolgen. Kinder, die nicht barfuß laufen möchten oder können, dürfen das Angebot mit Socken oder Schuhen durchführen. Achten Sie bei motorisch eingeschränkten Kindern darauf, das Angebot auf einer Wiese durchzuführen, damit es barrierefrei ist und möglichst viele Kinder teilhaben können.
Das wird gebraucht
- 1 Schuhkarton
- 2 Kastanien
- 2 Stücke Moos
- 2 Tannenzapfen
- 2 Steine
- 2 Stücke Rinde
- 2 Blätter
Augen zu, was fühl ich da?
Bildungsbereich: Sinneswahrnehmung und Konzentration, Sprache & Schrift
Die Kinder ertasten Materialien und versuchen herauszufinden, um welch ...
Vorbereitung
Stellen Sie einen Stuhlkreis auf und verstecken Sie die eine Hälfte der Gegenstände unter einem Tuch bei Ihrem Platz. Die andere Hälfte legen Sie ebenfalls verdeckt in der Mitte des Kreises auf den Boden.
So wirds gemacht
Versammeln Sie sich mit der Großgruppe im Sitzkreis.
Die Kinder ziehen freiwillig und nacheinander je einen Gegenstand unter dem Tuch in der Mitte hervor. Das erste Kind setzt sich hin und tastet den Gegenstand ab. Dann wird er reihum weitergegeben. Am Ende wird er offen neben das Tuch auf den Boden gelegt. Dadurch hat jedes Kind die Möglichkeit, die Gegenstände einmal zu ertasten, und die Visualisierung ermöglicht Orientierung während der Aktivität.
Jetzt schließen alle Kinder die Augen und halten die Hände auf. Sie holen beispielsweise die Zahnbürste unter dem Tuch auf Ihrem Platz hervor, gehen durch den Kreis und bleiben vor einem Kind stehen. Geben Sie den Gegenstand in die Hände des Kindes. Das Kind tastet das Material ab. Die Augen bleiben geschlossen. Wenn das Kind eine Idee hat, was es in der Hand hält, darf es sie laut sagen. Ist die Antwort richtig, machen alle die Augen auf und das Kind legt die Zahnbürste zu der anderen auf den Boden. Ist die Antwort falsch, helfen Sie: „Damit schrubbst du deine Zähne sauber. Die Borsten sind weich und der Griff hart.“ Durch die Beschreibung geben Sie Hilfestellung und vermitteln Grundlagenwissen.
Wenn das Kind dann nicht auf die Lösung kommt, dürfen alle die Augen öffnen und gemeinsam auflösen.
Reichen Sie nacheinander die Feder, den Schwamm, den Holzklotz, den Esslöffel, die Haarbürste und die Watte an ein Kind weiter. Nutzen Sie bei Bedarf folgende Impulse:
- „Der Vogel trägt sie an seinem Körper. Sie ist leicht und weich und fliegt schnell weg.“
- „Damit mache ich sauber. Er ist leicht und ich kann ihn zusammendrücken. Er saugt sich mit Wasser voll.“
- „Daraus kann ich einen Turm bauen. Er ist fest, hart und kantig.“
- „Damit esse ich Suppe. Er ist glatt, kühl und fest.“
- „Damit kämme ich meine Haare. Die Borsten sind weich und der Griff hart. Die Borsten kitzeln, wenn sie über die Hand gleiten.“
- „Es ist sehr leicht und weich und ich kann es zusammendrücken.“
Wenn alle Paare in der Mitte des Kreises liegen, endet das Angebot.
Wichtig
Das Angebot basiert auf Freiwilligkeit. Wenn ein Kind lieber beobachten möchte, wählen Sie ein anderes Kind aus.
Variation der Durchführung
Die Kinder geben sich gegenseitig die Gegenstände in die Hand und geben bei Bedarf selbstständig die Impulse, wie z. B.: „Daraus kannst du einen Turm bauen.“
Inklusive Anregung:
Jedes Kind erhält die Möglichkeit, entsprechend seinen individuellen Fähigkeiten am Angebot teilzunehmen. Kinder, die Schwierigkeiten beim sprachlichen Ausdrücken ihrer Vermutung haben, können den Gegenstand in der Mitte zeigen oder durch Gesten beschreiben. Unterstützen Sie dabei individuell.
Das Schließen der Augen ist freiwillig. Kinder, die sich damit nicht wohlfühlen, dürfen den Gegenstand mit geöffneten Augen ertasten oder eine Hand vor die Augen halten.
Das wird gebraucht
- 2 Tücher
- 2 Zahnbürsten
- 2 Federn
- 2 Schwämme
- 2 Holzklötze
- 2 Esslöffel
- 2 Haarbürsten
- 2 Stücke Watte
1–3 Jahre
3–6 Jahre