Rhythmische Klatschspiele im Kindergarten

Mit Klatschspielen sind wir alle groß geworden: Ob „Herr Müller“ oder die „Kastanien am Baum“, sie sind die musikalische Begleitung durch die Kindheit. Dabei machen sie nicht nur Spaß, sondern fördern die Kinder auch auf unterhaltsame Art und Weise. So sind Klatschspiele aus dem Kindergarten nicht wegzudenken./bildungsbereiche-entwicklungsziele-kitaMit Klatschspielen sind wir alle groß geworden: Ob „Herr Müller“ oder die „Kastanien am Baum“, sie sind die musikalische Begleitung durch die Kindheit. Dabei machen sie nicht nur Spaß, sondern fördern die Kinder auch auf unterhaltsame Art und Weise. So sind Klatschspiele aus dem Kindergarten nicht wegzudenken.

Der pädagogische Nutzen von Klatschreimen

Am offensichtlichsten fördern Kinderklatschspiele durch die einfachen Reime und das Sprechen in Silben die Rhythmik und das phonologische Bewusstsein. Damit sind sie didaktisch wertvoll für die sprachliche Entwicklung, aber auch für den Bereich der Early Literacy, den Vorläuferfähigkeiten des Schreibens. Auch wenn die Aussprache nicht sofort sitzt: Die Kinder spielen bei den rhythmischen Klatschspielen begeistert mit. Durch die Wiederholungen wird die Aussprache von Mal zu Mal besser. Die Gedächtnisleistung wird geschult, immerhin will der Text auswendig gelernt werden. Es ist auch gar nicht so einfach, die Worte mit den passenden Bewegungen zusammenzubringen, das erfordert Konzentration. Durch das Klatschen werden zudem die Koordination und die Grobmotorik trainiert. Das Klatschen überkreuz, das Sie bei älteren Kindern einführen können, hilft, die Gehirnhälften zu vernetzen.

Kinderklatschspiele für jedes Alter 

Ein weiterer Vorteil von Klatschspielen im Kita-Alltag ist, dass sie wenig bis gar keine Vorbereitung benötigen, da die Kinder nichts weiter als ihre Handflächen dafür brauchen. Sie sind zudem einfach an das Alter und den Entwicklungsstand der spielenden Kinder anzupassen. In ihren einfachsten Varianten sind Klatschreime bereits für sehr kleine U3-Kinder geeignet. So bieten sie Variationen für noch junge und motorisch unsichere oder Herausforderungen für ältere Kinder.

Klatschspiele im Kindergarten, Kinder mögen Klatschspiele
Klatschspiele machen Kindern nicht nur Spaß sondern benötigen auch keine Vorbereitung © sirtravelalot - Shutterstock

Tipps für Klatschspiele mit U3-Kindern 

  • Schon Babys erkennen Rhythmik und reagieren positiv: Klatschen Sie zu einem einfachen Reim mit.
  • Machen Sie ein Lied an, nehmen Sie die Hände des Babys und Klatschen mit.
  • Statt Klatschen können Sie auch lustige Geräusche machen: Schnalzen oder Schnipsen etwa.
  • Halten Sie sich an Reime mit einer oder wenigen Zeilen.
  • Abwechselndes in die eigenen Hände und dann in die Hände des Mitspielers Klatschen reicht als Schwierigkeitsgrad aus.

Tipps für Klatschspiele mit Ü3-Kindern 

  • Die Gedichte, Begrüßungslieder und Reime werden länger
  • Die Klatschmuster werden komplizierter: Klatschen Sie etwa überkreuz oder zweimal hintereinander in die eigenen Hände oder auf die Oberschenkel
  • Erhöhen Sie die Geschwindigkeit des Textes, der Musik und des Rhythmus
  • Wenn der Text erst einmal sitzt, können Klatschspiele zu zweit von den Kindern oder aber auch allein, ohne Partner, gespielt werden, dann wird beispielsweise auf die eigenen Oberschenkel oder einen Tisch geklatscht.

Autorin: Miriam Dovermann


Klatschspiele machen Kindern nicht nur Spaß sondern benötigen auch keine Vorbereitung © Ruslan Huzau - Shutterstock